DFB-Team trifft auf Ecuador im letzten Gruppenspiel der WM

DFB-Team trifft auf Ecuador im letzten Gruppenspiel der WM

Am Donnerstag steht für die DFB-Auswahl das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador auf dem Programm. Taktik-Experte Sebastian Friedl erläutert, wie der nächste Sieg gelingen kann.

East Rutherford – Aller guten Dinge sind drei. Nach den Siegen zum Auftakt gegen Curacao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) strebt die deutsche Nationalmannschaft auch gegen den letzten Gruppengegner Ecuador einen Sieg an. Das Spiel findet am Donnerstag um 22 Uhr statt. Um dies zu erreichen, muss das Team von Julian Nagelsmann jedoch die Defensive verbessern, wie Sebastian Friedl, Leiter der Spiel- und Taktikanalyse am Internationalen Fußball Institut (IFI), betont.

„Deutschland ist Favorit und sollte dies durch dynamischere Angriffsaktionen sowie konsequenteres Verteidigen unter Beweis stellen“, erklärt der Fachmann. Friedl warnt jedoch: „Insbesondere das zentrale Mittelfeld wird gefordert sein, die wichtigen defensiven Räume frühzeitig zu schließen. Denn die Gegner des deutschen Teams haben erkannt, dass dies eine Möglichkeit für einen Torerfolg gegen Deutschland darstellt.“

Friedl sieht die rechte Abwehrseite des DFB-Teams als Schwachstelle: „Joshua Kimmich und Leroy Sané stoßen defensiv an ihre Grenzen, insbesondere wenn ein quirliger Gegenspieler wie Yan Diomande über ihre Seite kommt. Bei Hereingaben, wie vor dem 1:0 für die Elfenbeinküste, gelingt es dem defensiven Mittelfeld bisher nicht, die Zone um den Elfmeterpunkt rechtzeitig zu besetzen und somit konsequent zu verteidigen.“

Auf diese Weise kam auch der Außenseiter Curacao zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Friedls Lösung: „Das Team benötigt hier höhere Aufmerksamkeit und eine wachsamere Besetzung im Zentrum sowie im Rückraum.“

Fakt ist: Ecuador hat in den ersten beiden Gruppenspielen kein Tor erzielt. Dennoch gab es gegen die Elfenbeinküste drei Aluminiumtreffer, und das 0:1 fiel erst in der 90. Minute. Im 0:0 gegen Curacao scheiterten sie einmal an der Latte und mehrmals am gegnerischen Torhüter. Friedl stellt klar: „Gefährlich werden sie insbesondere im schnellen Vertikalspiel, besonders wenn der Gegner höher aufgerückt verteidigt oder den Ball verliert.“

Die Defensive ist jedoch das Prunkstück der Ecuadorianer. „In der Abwehr sind PSG-Star Willian Pacho und Piero Hincapié vom FC Arsenal die Säulen, die viel organisieren und selbst defensiv stark agieren. Moises Caicedo von Chelsea gibt im Mittelfeld den Takt in beide Richtungen vor“, sagt Friedl.

Wie kann Deutschland die Südamerikaner überwinden, Herr Friedl? „Je nach taktischer Formation der Ecuadorianer entstehen verschiedene Räume, wobei es einer Steigerung in Tempo, Tiefenläufen und Dynamik im Vergleich zu den bisherigen Auftritten bedarf.“

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