Diskussionen über den Rasen im MetLife Stadium vor dem DFB-Spiel

Diskussionen über den Rasen im MetLife Stadium vor dem DFB-Spiel

Das DFB-Team steht im letzten Gruppenspiel vor der Herausforderung, im MetLife Stadium in East Rutherford anzutreten. Der Zustand des Rasens sorgt unter Trainern und Spielern für erhebliche Diskussionen.

East Rutherford – Vor dem Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador am Donnerstag häufen sich die Beschwerden über den Platz im WM-Finalstadion in der Nähe von New York. Spieler und Trainer aus verschiedenen Nationen haben den Untergrund als hart, trocken und kaum bespielbar kritisiert.

Adrien Rabiot, Spieler der französischen Nationalmannschaft, äußerte sich nach dem 3:1-Sieg gegen Senegal deutlich: „Der Platz – ich weiß nicht einmal, ob man ihn so nennen kann. Es ist eher eine ziemlich harte, steife und künstliche Oberfläche.“ Frankreichs Trainer Didier Deschamps erklärte: „Unter dem Rasen befindet sich eine Betonplatte, wodurch die Grasfasern sehr kurz sind. Der Ball springt anders, und der Zustand des Platzes ändert sich je nach Bewässerung.“

Die Kritik am Rasen in East Rutherford begann bereits beim ersten Spiel in diesem Stadion. Vinícius Júnior, Offensivstar Brasiliens, äußerte nach dem 1:1 gegen Marokko Bedenken. Der Platz sei schwer bespielbar, erklärte der Stürmer von Real Madrid. Durch die Hitze trockne der Rasen schnell aus, was zu einem langsamen Spiel führe und es erschwere, den Rhythmus zu finden.

Ähnliche Probleme wurden auch von der norwegischen Nationalmannschaft nach ihrem 4:1-Sieg gegen den Irak in Foxborough gemeldet. Nationaltrainer Stale Solbakken kritisierte den Untergrund: „Es soll keine Entschuldigung sein, aber Fakt ist: Der Platz ist stocktrocken.“ Solbakken stellte fest, dass der Rasen nur wenige Minuten nach der Bewässerung wieder vollkommen trocken sei, was dazu führe, dass Pässe kürzer ankommen als erwartet und das Spiel langsamer verläuft.

Der Fußball-Weltverband FIFA sieht keinen Grund zur Besorgnis. Die Spielfelder aller 16 WM-Stadien seien „in einem hervorragenden Zustand, sowohl hinsichtlich der Bespielbarkeit als auch der Sicherheit der Spieler“, teilte die FIFA mit. Über fünf Jahre hinweg sei geforscht und getestet worden, und es habe eine enge Zusammenarbeit mit führenden Rasenexperten und Stadionbetreibern gegeben.

Auf die sichtbaren Mängel angesprochen, erklärte die FIFA: „Optische Unterschiede bei einigen Spielflächen – ob im Fernsehen oder vor Ort – spiegeln nicht zwangsläufig die Qualität, den Zustand oder die Bespielbarkeit des Rasens wider.“ Für alle Spielorte gebe es spezielle Bewässerungspläne, und sämtliche Spielflächen würden während des gesamten Turniers kontinuierlich überwacht.

Für die deutsche Mannschaft wird das Spiel am Donnerstag die erste Begegnung in East Rutherford sein. Es ist erst das vierte WM-Spiel in diesem Stadion. Insgesamt werden acht von 104 WM-Partien dort ausgetragen, und das Finale findet am 19. Juli ebenfalls im MetLife Stadium statt. Die Wetterbedingungen für das Deutschland-Spiel sind herausfordernd: Sonne und Temperaturen um die 30 Grad Celsius sind angekündigt.

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