DFB-Elf sichert sich wichtigen Sieg gegen Luxemburg
Der 2:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen den krassen Außenseiter Luxemburg spiegelt die Herausforderungen während der WM-Qualifikation wider. Die Hoffnung für das bevorstehende Turnier liegt auf den Rückkehrern.
Trotz einer Spielstatistik, die eine vermeintliche Dominanz zeigt – 65 Prozent Ballbesitz, 14:7 Schüsse, davon 7:1 aufs Tor und ein Aluminiumtreffer – hatte die DFB-Elf am fünften Spieltag der WM-Qualifikationsgruppe A gegen Luxemburg (97. in der Weltrangliste) erhebliche Schwierigkeiten. Erst in der zweiten Halbzeit steigerte sich die Leistung und führte zum letztlich verdienten 2:0-Sieg.
Wer eine Spielkontrolle der Deutschen wie beim 4:0-Heimsieg erwartet hatte, wurde von Beginn an eines Besseren belehrt. Luxemburg startete extrem aggressiv und mutig, während die deutsche Mannschaft in den ersten 30 Minuten oft auf Rückpässe zu Keeper Oliver Baumann zurückgriff. Die Rumpfelf von Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte große Schwierigkeiten, kreative Lösungen zu finden. Das Fehlen zahlreicher Stammkräfte, darunter Kapitän Joshua Kimmich und der kreative Jamal Musiala, war deutlich spürbar, ebenso wie die anhaltende Krise von Florian Wirtz.
Die Ersatzspieler Waldemar Anton und Ridle Baku konnten sich nicht für einen Stammplatz empfehlen, und die Bayern-Spieler Jonathan Tah, Leon Goretzka und Serge Gnabry konnten ihre Vereinsleistungen nicht abrufen. Leroy Sané rechtfertigte jedoch das Vertrauen des Bundestrainers, indem er beim Führungstreffer eine starke Vorarbeit von Aleksandar Pavlović hervorragend umsetzte und Nick Woltemade bediente, der nur noch einschieben musste. Beim 2:0 war Baku erneut entscheidend beteiligt und leitete den Ball perfekt zu Woltemade weiter, der im Stile eines Torjägers vollendete. Ein Unentschieden gegen die Slowakei am Montagabend in Leipzig reicht nun bereits zur WM-Qualifikation.
„Die drei Punkte sind am Ende wichtig. Trotzdem war es deutlich mühsamer als erhofft. Ich finde, dass wir in der ersten Halbzeit nicht von Anfang an alles gegeben haben. Luxemburg hatte viele Standardsituationen und hätte eigentlich in Führung gehen müssen. Wir hätten ein Gegentor verdient gehabt, haben aber keines bekommen – da können wir uns glücklich schätzen“, erklärte ein Spieler nach dem Spiel.
„Ab der 30. Minute wurde es besser, da haben wir mehr Zugriff bekommen. Wir hatten Umschaltsituationen, aus denen wir zu wenig gemacht haben. In der zweiten Halbzeit war es deutlich besser, da haben wir auch zwei gute Tore erzielt“, fügte er hinzu.
„In der ersten Halbzeit war die Darbietung nicht gut. Wir hatten zu wenig Intensität und Ballbesitz und sind zu oft unnötig in gefährliche Situationen geraten. Aber es ist immer noch Fußball, manchmal ist es schwierig zu erklären. Wichtig ist, dass wir den Schalter gefunden haben und erkannt haben, dass es nicht ausreichte“, so der Spieler weiter.
„In der zweiten Halbzeit haben wir es deutlich besser gemacht, mehr Druck aufgebaut und mehr Kontrolle gehabt – und die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen. Das Wie ist mir ehrlich gesagt egal. Hauptsache, wir haben gewonnen. Ich weiß, es war kein Leckerbissen, aber unterm Strich zählen die drei Punkte. Es war viel Druck auf dem Spiel, da tut ein Sieg sehr gut“, resümierte er.
„Ich freue mich riesig, wieder dabei zu sein. Es ist eine Ehre, das Land zu vertreten. Ich bin froh, dass ich einen Assist geben konnte und das Vertrauen von Julian ein Stück weit zurückgeben konnte. Ich kenne ihn sehr gut, wir haben ein sehr gutes Verhältnis und hatten gute Gespräche. Ich glaube, seine Aussagen waren ein Zeichen an uns alle“, sagte ein Spieler.
„Wir müssen jetzt Gas geben, die WM steht vor der Tür. Und bis dahin sind es nicht mehr viele Spiele, da müssen wir alles geben. So ist Fußball, da kann ich mich nicht beschweren. Ich muss einfach mein Ding machen und versuchen, die Leistung umzusetzen. Julian weiß ganz genau, wie ich ticke. Er gibt mir viel Unterstützung, aber auch mal die nötige Härte. Das ist gut so“, fügte er hinzu.
„Es ist wirklich eine große Ehre für mich und bedeutet mir sehr viel. Ich kann sagen, dass ich sehr stolz und dankbar bin“, schloss er.