DFB könnte Wael Mohya an Marokko verlieren
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) könnte ein weiteres vielversprechendes Talent verlieren. Marokko bemüht sich um Wael Mohya, ein Juwel von Borussia Mönchengladbach.
In den letzten Jahren musste der DFB immer wieder Rückschläge beim Werben um eigene Talente hinnehmen. Jüngstes Beispiel ist Paul Wanner, der sich gegen Deutschland entschied und nach Österreich wechselte, was Ralf Rangnick Freude bereitete. Nun droht ein ähnliches Schicksal für Mohya, einen Rekordspieler von Borussia Mönchengladbach.
Aktuell ist Mohya als einer von 13 Nationalspielern der Borussia bei der deutschen U18-Nationalmannschaft aktiv. In der ersten Qualifikationsrunde für die U19-Europameisterschaft im kommenden Jahr stehen Spiele gegen Bosnien-Herzegowina, Israel und Österreich auf dem Plan. Allerdings hat Marokko Interesse an dem DFB-Talent bekundet.
„Es gab bereits Kontakt, ja. Aber mehr kann ich dazu nicht sagen“, erklärte Mohya in einem Interview mit dem Kicker. Aufgrund seiner marokkanischen Wurzeln besitzt er neben der deutschen auch die Staatsbürgerschaft Marokkos. Dort könnte er möglicherweise bessere Chancen haben, auch wenn andere Stars wie Achraf Hakimi und Hakim Ziyech ebenfalls für ihr Heimatland spielen.
Der 17-Jährige betonte jedoch: „Ich habe noch keine Entscheidung getroffen und lasse mir Zeit damit. Mal sehen, wie es weitergeht.“ In der U18 hat Mohya in drei Spielen bereits zweimal getroffen, und seine Bilanz von drei Toren in sieben Spielen im DFB-Dress kann sich sehen lassen.
In dieser Saison sorgt er zudem in der Bundesliga für Aufsehen und zählt zu den aufstrebenden Talenten. Er ist nicht nur der jüngste Spieler, der jemals für Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga auflief, sondern auch der jüngste Torschütze in der langen Geschichte des Vereins in der höchsten deutschen Spielklasse. Daher ist es wenig überraschend, dass sein Marktwert kürzlich von 2,5 auf zehn Millionen Euro gestiegen ist. Der DFB sollte in dieser Angelegenheit aufmerksam sein.