Wael Mohya: Der jüngste Bundesliga-Debütant von Borussia Mönchengladbach

Wael Mohya: Der jüngste Bundesliga-Debütant von Borussia Mönchengladbach

Wael Mohya hat sich einen Platz in den Geschichtsbüchern von Borussia Mönchengladbach gesichert und steht symbolisch für den Weg des Vereins.

Mönchengladbach – Am 14. Bundesliga-Spieltag erlebte Borussia Mönchengladbach ein enttäuschendes Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg, das mit 1:3 endete. Der einzige Lichtblick war die Einwechslung von Wael Mohya in der 57. Minute für Giovanni Reyna.

Mit 16 Jahren, elf Monaten und zwölf Tagen ist Mohya nun der jüngste Bundesligaspieler in der Geschichte der Gladbacher, knapp vor Marko Marin (18 Jahre und 18 Tage) und Michael Cuisance (18 Jahre, ein Monat und drei Tage). Seine Einwechslung war ein klares Zeichen von Trainer Eugen Polanski, der den Youngster noch vor dem erfahrenen Kevin Stöger (der in der 70. Minute für Shuto Machino kam) ins Spiel brachte.

„Wael hat sich die Minuten in den letzten Wochen hart erkämpft und musste lange warten“, erklärte Polanski auf der Pressekonferenz nach dem Spiel über den talentierten Spieler, der die gesamte Sommervorbereitung bei den Profis absolvierte, jedoch im Jubiläumsspiel gegen den FC Valencia Anfang August eine schwere Verletzung erlitt.

Ohne den Innenbandanriss im Knie hätte Mohya möglicherweise noch früher sein Debüt in der Bundesliga gegeben. In Gladbach hat man große Hoffnungen in den kreativen Spieler gesetzt, der in den 33 Minuten gegen Wolfsburg positive Ansätze zeigte. „Wael hat Qualität, das habe ich ihm nach dem Spiel gesagt“, betonte Sportchef Rouven Schröder in der Mixed Zone. „Wenn du in ein unruhiges Spiel kommst, in dem es nicht gut läuft, musst du Mut haben. Den hatte er.“

Polanski war ebenfalls „sehr zufrieden“ mit der Leistung des Teenagers und bemerkte, dass dessen Unbekümmertheit einen positiven Impuls für die Mannschaft gegeben habe: „Ich hatte das Gefühl, dass er ein Punkt sein kann, durch den die Mannschaft wieder an sich glaubt. Das hat er geschafft“, so Polanski. „Es freut mich, dass wir solche Talente im NLZ ausbilden und sie hier oben weiterentwickeln können. Es ist ein großer Tag für Wael.“

Auf dem Platz setzte Mohya wichtige Impulse, suchte Eins-gegen-eins-Duelle und trat trotz des enttäuschenden Spielstands mutig auf. „Es gab viele kritische Situationen, auch in der eigenen Hälfte, in denen er den Ball nicht verlieren durfte – und das hat er auch nicht“, lobte Schröder. Doch das war nicht alles, was der Sportchef zu sagen hatte.

In Bezug auf Mohyas Perspektive, sobald Leistungsträger wie Franck Honorat, Robin Hack, Tim Kleindienst und Florian Neuhaus wieder verfügbar sind, stellte Schröder klar: „Es geht um Leistung. Wenn Wael so trainiert und spielt, wird er im Status aufsteigen. Das sieht man auch daran, wann er eingewechselt wurde.“

Somit wird Gladbachs jüngster Bundesligadebütant zu einem Vorbild für die Nachwuchsarbeit im Borussia-Park. Aufgrund der zahlreichen Ausfälle saßen mit Niklas Swider, Charles Herrmann und Fritz Fleck drei weitere Talente auf der Bank, die ebenfalls ihren Weg gehen sollen. „Wir haben gesagt, dass wir versuchen werden, die Jungs in diese Positionen zu bringen“, sagte Schröder. „Das muss Borussias Weg sein, trotz der vorhandenen Qualität die jungen Spieler einzusetzen und ihnen auch Qualität zu geben.“

Mit Blick auf das kommende Winter-Transferfenster wird Schröder abwägen, wie die jungen Talente in den Profikader integriert werden können: „Bei allen Überlegungen, die wir haben, müssen wir auch die Kaderplätze im Auge behalten, damit wir die jungen Spieler nachschieben können.“ Für Mohya und die anderen Talente ergibt sich somit die Chance, in der ersten Mannschaft Fuß zu fassen.

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