DFB-Team steht vor Pflichtsieg gegen Luxemburg in der WM-Qualifikation
Das DFB-Team muss am Freitag in Sinsheim gegen Luxemburg gewinnen. Ein Sieg in der WM-Qualifikation ist unerlässlich, und er sollte auch hoch ausfallen.
Sinsheim – Ein Sieg ist unverzichtbar. Es gibt keine zwei Meinungen dazu. Die deutsche Nationalmannschaft hat keine Ausreden, wenn sie am Freitag im Rahmen der WM-Qualifikation auf Luxemburg trifft. Nach einem enttäuschenden Qualifikationsstart mit einer Niederlage in der Slowakei ist das DFB-Team zum Siegen gezwungen.
Die Situation ist klar: Nach zwei von sechs Spieltagen liegt die DFB-Auswahl in Gruppe A drei Punkte hinter der Slowakei (6 Punkte) und punktgleich mit Nordirland. Im Wettkampf um das direkte WM-Ticket ist jedes Tor entscheidend, denn bei Punktgleichheit zählt die Tordifferenz an erster Stelle und nicht der direkte Vergleich.
Aktuell haben die Slowaken eine Tordifferenz von drei Treffern besser als das DFB-Team. Ein deutlicher Sieg wäre daher nicht nur für das eigene Selbstvertrauen wichtig, sondern auch für die Stimmung im Team. „Ich bin aber noch nie in eine Besprechung mit der Mannschaft gegangen, in der wir hoch gewinnen mussten“, erklärte Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Es ist jedoch klar, dass Luxemburg im Gegensatz zu früheren Zeiten kein einfaches Ziel mehr ist. Obwohl das Team des ehemaligen Bundesliga-Profis Jeff Strasser als Weltranglisten-96. nach wie vor der klare Underdog ist, gab es in der WM-Qualifikation knappe Heimniederlagen gegen Nordirland (1:3) und die Slowakei (0:1), die zeigen, dass das Land sich positiv entwickelt hat.
Die letzten beiden Spiele gegen Luxemburg endeten jeweils mit 7:0 für Deutschland, jedoch ist dies bereits einige Zeit her, da diese Begegnungen vor den WM-Turnieren 1998 und 2006 stattfanden. David Raum betonte, dass es das Ziel sein müsse, die Zuschauer in Sinsheim von Anfang an mitzunehmen. „Das schafft man mit Toren“, sagte der Leipziger.
Mittelfeldspieler Nadiem Amiri warnte jedoch vor einer Erwartungshaltung, die nicht mehr der aktuellen Realität entspricht. „Alle erwarten immer von uns, dass wir die Gegner 5:0 oder 6:0 besiegen“, sagte der Mainzer. „Aber es gibt keine kleinen, schwachen Gegner mehr. Jeder kann dagegenhalten.“