Diskussion über Trinkpausen im Fußball: DFL und UEFA bleiben skeptisch

Diskussion über Trinkpausen im Fußball: DFL und UEFA bleiben skeptisch

Während bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko verpflichtende Trinkpausen zum Standard gehören, wird dieses Thema in Europa intensiv diskutiert. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und die UEFA haben klare Positionen zu diesem Thema.

In Frankfurt wird bereits seit Jahren über die Belastung der Spieler bei hohen Temperaturen debattiert. Mit der bevorstehenden WM 2026 in Nordamerika, die teils extreme Bedingungen in den Stadien mit sich bringen könnte, wird die Forderung nach verpflichtenden Trinkpausen wieder laut. Allerdings planen die DFL und die UEFA gegenwärtig keine grundlegenden Änderungen ihrer Regelwerke.

„Die Entscheidung über Trinkpausen wird weiterhin situativ, abhängig von der Wetterlage, getroffen“, erklärte die DFL gegenüber der Sportschau. Bereits jetzt haben Schiedsrichter in der Bundesliga und 2. Bundesliga die Möglichkeit, bei großer Hitze Unterbrechungen anzuordnen, um den Spielern die Flüssigkeitsaufnahme zu ermöglichen. Eine feste Regelung für jede Partie ist jedoch derzeit nicht vorgesehen.

Die UEFA verfolgt eine ähnliche Haltung. In den medizinischen Richtlinien des europäischen Fußballverbands ist festgelegt, dass Trinkpausen vorgesehen sind, wenn die Temperatur 35 Grad Celsius erreicht oder der WBGT-Hitzeindex einen Wert von 32 überschreitet. Liegen die Werte darunter, obliegt die Entscheidung dem Schiedsrichter. Auch die UEFA lehnt eine automatische Pause in jedem Spiel ab.

Der Verband hat zudem klargestellt, dass derzeit keine Anpassungen der Regularien geplant sind, sowohl für die europäischen Klubwettbewerbe wie die Champions League als auch für die Europameisterschaft 2028. Die bestehenden Vorgaben haben sich aus Sicht der UEFA bewährt, weshalb kein Anlass für grundlegende Änderungen gesehen wird.

Im Gegensatz dazu hat die FIFA bereits bei der Klub-WM verpflichtende Trinkpausen eingeführt. In jeder Partie wird unabhängig von Wetterbedingungen oder tatsächlicher Belastung zur Mitte beider Halbzeiten für drei Minuten unterbrochen. Die FIFA begründet diesen Ansatz mit dem Ziel, einheitliche Bedingungen für alle teilnehmenden Mannschaften zu schaffen, was auch für die aktuell laufende WM gilt.

Dieses Modell steht jedoch in der Kritik. Gegner der Regelung argumentieren, dass die zusätzlichen Unterbrechungen den Spielfluss beeinträchtigen und den Charakter der Begegnungen verändern. Zudem wird oft der Vorwurf laut, dass die Pausen vor allem den Fernsehsendern zugutekommen, die dadurch zusätzliche Werbeflächen während der laufenden Spiele erhalten. Fest steht: Was derzeit bei der WM als Standard gilt, wird von der DFL und der UEFA nicht übernommen.

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