Diskussionen um den Video-Schiedsrichter in der Bundesliga
Der Videoschiedsrichter (VAR) sorgt am vergangenen Bundesliga-Wochenende erneut für hitzige Diskussionen. Ist der VAR in seiner gegenwärtigen Form tatsächlich eine Bereicherung für den Fußball?
Mainz – Seit seiner Einführung ist der Video-Schiedsrichter in der Bundesliga ein ständiges Thema. Besonders die Emotionen kochten an diesem Wochenende hoch, als der VAR in mehreren Stadien zum Einsatz kam und schnell in der Kritik stand. Beim 2:1-Sieg von RB Leipzig gegen den 1. FC Köln wurde ein Handelfmeter zurückgenommen, nachdem zuvor ein Spieler im Abseits stand. Die mehrminütige Unterbrechung sorgte für zusätzlichen Unmut.
Noch kontroverser war der VAR-Einsatz beim 2:0-Sieg von Mainz 05 gegen Augsburg am Samstag. Schiedsrichter Patrick Ittrich entschied nach einem Zweikampf zwischen Elvis Rexhbecaj und Stefan Bell auf Elfmeter für Mainz. Eine minutenlange Überprüfung des VAR bestätigte letztlich die Entscheidung, obwohl ein klarer Kontakt nicht erkennbar war.
„Im Videokeller wurde ein Kontakt gesucht, aber nicht gefunden“, kritisierte Augsburg-Trainer Manuel Baum. „Es wäre das Mindeste gewesen, den Schiedsrichter zur Überprüfung an die Seitenlinie zu schicken. Dann hätte er wahrscheinlich entschieden, den Elfmeter zurückzunehmen. Es ist für mich völlig unverständlich, warum dies nicht geschehen ist.“
Auch Mats Hummels beteiligte sich online an der Diskussion und sprach sich für eine Reform des VAR aus. „Vielleicht sollte die Herangehensweise bei Elfmetern wie gestern gegen Augsburg anders gestaltet werden“, schrieb der Weltmeister von 2014 auf X. „Es muss nicht immer eine klare Fehlentscheidung vorliegen, um korrigiert zu werden. Um eine Rote Karte oder einen Elfmeter zu geben, sollte man sich immer zu 100 Prozent sicher sein.“ Was denkt ihr: Ist der VAR in seiner aktuellen Form eine Bereicherung für den Fußball?