Eberl verteidigt Bayern gegen Medienkritik
Max Eberl, der Sportvorstand des FC Bayern München, hat in einem Interview über sein Verhalten gegenüber den Medien gesprochen und dabei einen bestimmten Journalisten hervorgehoben.
In München erklärte Eberl, dass er und der FC Bayern auch weiterhin entschieden gegen mediale Kritik vorgehen wollen. Er betonte, dass sein Tonfall gegenüber einigen Pressevertretern durchaus schärfer ausfallen könnte, ganz nach dem Motto: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.”
„Meine Mannschaft und das, was wir tun, habe ich immer geschützt, wenn ich Kritik für unberechtigt hielt“, sagte der 52-Jährige. Er fügte hinzu: „Wenn ich Ihre Kollegen angreife, ist das nichts Persönliches. Ich verteidige aus Emotionen heraus den Verein und unseren Weg, weil ich weiß, dass wir unsere Entscheidungen aus guten Gründen getroffen haben.”
Ein Journalist, der häufig mit seinen Äußerungen Unmut in der Bayern-Familie auslöst, ist Didi Hamann. Der Sky-Experte und ehemalige Profi des Rekordmeisters wird von Eberl als „wie ein Tinnitus“ beschrieben, der alle drei Tage wiederkehrt. Diese wenig schmeichelhafte Meinung über seinen früheren Mannschaftskameraden hat sich bei Eberl nicht geändert: „Didi kenne ich, seit wir mit 15 Jahren beim FC Bayern die harte Schule von Hermann Gerland durchlaufen haben. Er versucht ständig, uns an den Pranger zu stellen, und dann muss er auch mal einstecken können.”
Erst am vergangenen Wochenende äußerte sich Hamann erneut negativ zu den Planungen des FC Bayern, insbesondere zur Vertragsverlängerung mit dem in Bestform spielenden Harry Kane. „Das ist ja ein Irrsinn. Er wird 34, wenn sein Vertrag ausläuft. Man kann doch jetzt nicht einen Vertrag verlängern, der noch 20 Monate läuft“, so der 52-Jährige bei Sky90 und fügte hinzu: „Man weiß ja nicht, was 2027 ist. Es wäre schon Wahnsinn, darüber nachzudenken, bei einem Spieler, der bei Vertragsende 34 Jahre alt ist, den Vertrag zu verlängern.”
Hamanns Ausführungen endeten mit einer fragwürdigen Forderung an Kane selbst: „Er spielt überragend, keine Frage. Aber die Bundesliga ist kein Maßstab. Er muss das gegen die absoluten Top-Teams wie Arsenal oder PSG in der Champions League zeigen.” Die kollektive Empörung an der Säbener Straße war fast spürbar.