Eintracht Frankfurt kämpft um Stabilität nach enttäuschender Niederlage

Eintracht Frankfurt kämpft um Stabilität nach enttäuschender Niederlage

Eintracht Frankfurt hat nach der 2:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart erneut Punkte liegen lassen. Die Spitzenmannschaften der Liga stellen für die Hessen eine große Herausforderung dar, was sich in den letzten Spielen deutlich zeigt.

Die Enttäuschung in Frankfurt ist groß, da die Mannschaft den eigenen Ansprüchen hinterherläuft. Mit dieser Niederlage könnte der SC Freiburg die Eintracht sogar auf den achten Platz verdrängen, wodurch der Kontakt zur Spitzengruppe verloren geht.

Die übermächtigen Gegner wie der FC Bayern München, Borussia Dortmund, der VfB Stuttgart und RB Leipzig erweisen sich in dieser Saison als zu stark für die Eintracht. Die Frage bleibt, warum es den Frankfurtern nicht gelingt, an die Erfolge der vergangenen Saison anzuknüpfen. Der Mannschaft fehlt es an Schwung und sie bleibt hinter den eigenen Erwartungen zurück.

In der letzten Saison hatte das Team eine gut funktionierende Achse, die aus Spielern wie Kevin Trapp, Tuta, Robin Koch, Arthur Theate, Rasmus Kristensen, Hugo Larsson und Ellyes Skhiri bestand. Derzeit ist von dieser Stabilität wenig zu sehen. Koch, Kristensen und Theate zeigen schwankende Leistungen, während Trapp und Tuta nicht mehr im Kader sind. Skhiri und Larsson finden ebenfalls nicht in ihren Rhythmus.

Die Eintracht hat das notwendige „Momentum“ verloren, was besonders in den Duellen gegen die Top-Teams entscheidend ist. Spiele gegen den FC Bayern (0:3), Borussia Dortmund (3:3), den VfB Stuttgart (0:6) und RB Leipzig sowie Bayer Leverkusen (1:3) waren nicht zu gewinnen, was zu 18 Gegentoren in diesen fünf Begegnungen führte.

Zusätzlich hat das Verletzungspech in den letzten Monaten stark zugeschlagen. Trainer Toppmöller konnte selten aus dem vollen Kader schöpfen, da immer wieder wichtige Spieler ausfielen. Diese Situation führte zu Verunsicherung, die selbst erfahrene Führungsspieler aus dem Takt brachte. Fehlendes Momentum, Formschwächen und Verletzungen sind eine zu große Belastung für das Team.

Toppmöller hat kürzlich öffentlich Fehler eingestanden, darunter die Entscheidung, Aurèle Amenda zu wenig Spielzeit zu geben und Kaua Santos nach einer schweren Verletzung zu früh wieder einzusetzen. Bei der Personalwahl und Rotation fehlte es oft an der richtigen Entscheidung, was zu einer Vielzahl an Spielern führte, die nicht im richtigen Rhythmus waren. Dies hat zu 36 Gegentoren in dieser Saison beigetragen.

Es ist besorgniserregend, wenn Sportvorstand Markus Krösche von Fehlern spricht, die selbst einer „C-Jugend-Mannschaft“ nicht passieren sollten. Kurz nach der Winterpause wird betont, dass an der defensiven Struktur gearbeitet werden muss. Wurde dies nicht bereits in der Analyse vor Beginn der Rückrunde erkannt?

Vorstandssprecher Axel Hellmann sprach im Eintracht-Podcast kurz vor dem Jahreswechsel von einer „Wohlfühloase“. Offenbar haben noch nicht alle den Ernst der Lage erkannt. Aktuell ist selbst das Minimalziel, die Qualifikation für die Conference League, gefährdet.

Die Lücken im Kader wurden im Sommer erkannt. Krösche versuchte, die zentrale Achse zu stärken, doch Spieler wie Victor Froholdt und Jobe Bellingham waren nicht zu verpflichten. Auch der Transfer von Stürmer William Osula am Deadline Day scheiterte. Dennoch gab es die Hoffnung, dass Spieler wie Larsson, Farès Chaibi, Oscar Höjlund und Can Uzun den nächsten Schritt machen würden.

Punktuell ist dies gelungen, insbesondere Uzun, der stark in die Saison gestartet ist und auch in schwierigen Phasen Verantwortung übernimmt. Doch nicht alle Spieler waren auf die Belastung durch Bundesliga, Champions League, DFB-Pokal und Nationalmannschaft vorbereitet. Dies führte zu Verletzungen, fehlender Frische und Formverlust.

Diese Faktoren haben dazu geführt, dass die Eintracht nach der Euphorie im Sommer fünf Monate später mit der Realität konfrontiert ist. Nach nur einem Sieg aus den letzten acht Pflichtspielen muss das Team bei den strauchelnden Bremern zurück in die Spur finden. Andernfalls könnte die Situation in der Mainmetropole bald noch ernster werden.

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