Eintracht Frankfurt: Rufe nach Adi Hütter werden lauter
Eintracht Frankfurt steht vor turbulenten Zeiten: Nach der Niederlage gegen den Hamburger SV (1:2) wird die Situation für Trainer Albert Riera immer prekärer. Sportvorstand Markus Krösche hat sich bisher nicht klar zu Rieras Zukunft geäußert, was die Spekulationen über eine mögliche Trennung anheizt. Ob dies sofort geschieht oder nach den verbleibenden zwei Bundesliga-Spielen, bleibt abzuwarten. Der Unmut unter den Fans ist jedoch bereits so groß, dass viele von ihnen mit Riera abgeschlossen haben.
Im Zusammenhang mit der Suche nach einem möglichen Nachfolger wird zunehmend der Name Adi Hütter genannt. Der ehemalige Trainer der SGE, der von 2018 bis 2021 an der Seitenlinie stand, verließ den Verein damals in Richtung Borussia Mönchengladbach. Die aktuellen Gerüchte um seine Person werfen ein neues Licht auf ein Interview, das bereits Mitte März mit dem Österreicher geführt wurde.
In diesem Gespräch wurde Hütter zu seiner bisherigen und zukünftigen Trainerkarriere befragt, wobei Eintracht Frankfurt eine wichtige Rolle spielte. Auf die Frage, ob er Entscheidungen in seiner Laufbahn bereue, antwortete Hütter mit einem Schmunzeln: „Bereuen ist immer schwierig, das wäre auch dem betreffenden Verein gegenüber nicht fair. Was ich sagen kann, ist, dass ich mich in Frankfurt immer sehr wohl gefühlt habe und auch heute noch ein sehr gutes Standing dort habe.“
Angesichts der aktuellen Situation bei den Hessen könnte diese Antwort als Flirt mit seinem ehemaligen Klub gewertet werden. Doch ob es tatsächlich zu einer Rückkehr kommt, bleibt fraglich. Als Hütter 2021 die Eintracht verließ, hinterließ er aufgrund seiner wiederholten Beteuerungen, dem Verein treu bleiben zu wollen, einen bitteren Nachgeschmack bei den Fans.
Auch die Anhänger seines neuen Klubs Gladbach standen Hütters Verpflichtung aufgrund seiner Vorgeschichte skeptisch gegenüber. Dennoch zeigt sich der 56-Jährige offen für eine Rückkehr nach Frankfurt, allerdings erst zur neuen Saison. Hütter betont, dass er nicht als Feuerwehrmann zur Verfügung steht, egal bei welchem Verein.
Nach seinem überraschenden Aus bei der AS Monaco im Oktober 2025 ist Hütter jedoch bereit, erneut als Trainer zu arbeiten. Er bestätigte, dass es bereits 14 Tage nach seiner Entlassung Angebote gab, die er jedoch ablehnte. Unter anderem waren Lazio Rom und die Tottenham Hotspur im Gespräch. Hütter zeigt sich nicht wählerisch in Bezug auf seinen nächsten Arbeitgeber.
„Ich bin wirklich in alle Richtungen offen. Natürlich ist die Premier League ein Ziel, das ist ja auch okay, aber ob und wann es klappt, weiß ich nicht. Wenn es woanders eine spannende Herausforderung gibt, bin ich offen, das könnte auch wieder in Deutschland oder Frankreich sein“, so Hütter, der damit die Möglichkeit einer Rückkehr zur SGE weiter offenhält.