Eintracht Frankfurt trifft auf Bayern München nach Champions-League-Niederlage

Eintracht Frankfurt trifft auf Bayern München nach Champions-League-Niederlage

Wenige Tage nach der 1:5-Niederlage in der Champions League gegen Atlético Madrid steht Eintracht Frankfurt vor einer entscheidenden Partie gegen den FC Bayern. Wie wird die Mannschaft auf diese herbe Niederlage reagieren?

Das Bundesliga-Heimspiel am Samstagabend gegen den deutschen Rekordmeister bildet den Abschluss einer intensiven Woche für Eintracht Frankfurt vor der Länderspielpause. Die Adlerträger sind gefordert, eine Antwort auf die bittere Erfahrung in der Champions League zu zeigen.

Nach dem spektakulären 6:4-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach musste sich die Eintracht Atlético Madrid mit 1:5 geschlagen geben. In den letzten drei Pflichtspielen kassierte die Mannschaft insgesamt 13 Gegentore, und in vier der acht bisherigen Partien fielen drei oder mehr Treffer. Trainer Dino Toppmöller forderte daher auf der Pressekonferenz am Freitag eine „andere Verteidigungsmentalität“ von seiner Mannschaft.

„Wenn der Gegner bei uns im Strafraum ist, müssen wir das Tor mit allem verteidigen, was wir haben. Der Respekt darf nicht zu groß sein; er muss mit dem Anpfiff verschwinden. Wir müssen dem Gegner zeigen, dass er uns respektieren soll“, erklärte Toppmöller und fügte hinzu: „Wir haben oft genug darüber gesprochen, dass wir bei Standardsituationen konsequenter auftreten müssen.“

Bereits gegen Bayern soll diese veränderte Geisteshaltung zum Tragen kommen. Für die Frankfurter ist es wichtig, „ein gutes Spiel abzuliefern“, so der Coach: „Wir sollten mit der Einstellung ins Spiel gehen, dass wir allen zeigen wollen, dass wir gewinnen wollen und keine Urkunde dafür haben wollen, dass wir dabei sein durften.“

Toppmöller, der zuvor Co-Trainer von Julian Nagelsmann war, ist sich der Herausforderung bewusst, die der FC Bayern mit sich bringt. Die Bayern haben alle bisherigen neun Pflichtspiele mit einem Torverhältnis von 35:8 gewonnen, und Harry Kane ist mit 17 Pflichtspieltoren der herausragende Spieler des Rekordmeisters. Im Vergleich dazu erscheinen die elf Scorerpunkte von Michael Olise (fünf Tore, sechs Vorlagen) fast als „nur“ gehobener Durchschnitt.

„Es wird sicherlich nicht einfach sein, Kane aus dem Spiel zu nehmen. Das müssen wir als Kollektiv angehen. Im Strafraum müssen wir clever agieren, denn er ist sehr intelligent – nicht nur im Hinblick auf das Toreschießen“, warnte Toppmöller und betonte: „Es ist entscheidend, dass wir alles, was wir tun, mit brutaler Energie, Leidenschaft und als Gruppe angehen.“

Die mögliche Aufstellung könnte K. Santos – Amenda, Koch, Theate – Knauff, Skhiri, Chaïbi, Brown – Doan, Uzun – Burkardt umfassen. Toppmöller könnte gegen die Bayern zu einer Dreierkette zurückkehren, mit der die Eintracht in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht hat. In diesem Fall dürfte Auréle Amenda für Nnamdi Collins in die Startelf rücken, ein Wechsel, der in Madrid nach 58 Minuten vollzogen wurde.

Ein weiterer Grund für die Rückkehr zu drei Verteidigern könnte der erneute Ausfall von Rasmus Kristensen sein. Der Däne hat am Freitag erstmals wieder mittrainiert, wird jedoch nicht im Kader stehen. „Es macht wenig Sinn, Rasmus mitzunehmen; das Risiko gehen wir nicht ein“, machte Toppmöller deutlich.

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