Emre Can spricht über seine Rückkehr und Form bei Borussia Dortmund

Emre Can spricht über seine Rückkehr und Form bei Borussia Dortmund

Der BVB verzeichnete zuletzt einige Rückkehrer in den eigenen Reihen. Ein Führungsspieler äußert sich offen darüber, wie weit er noch von seiner Bestform entfernt ist.

Dortmund – Eine aktuelle Statistik liefert den Kritikern von Emre Can Argumente. Seit dem Comeback des Kapitäns, der monatelang wegen einer Adduktorenverletzung gefehlt hatte, konnte Borussia Dortmund keines der drei Spiele gewinnen. Einen kausalen Zusammenhang herzustellen, wäre jedoch ungerecht.

Im Spiel gegen den Hamburger SV, das mit 1:1 endete und sein Startelfdebüt in dieser Saison markierte, war Can der beste Dortmunder auf dem Platz. Gegen Manchester City (1:4) und den VfB Stuttgart (3:3) mangelte es der Defensive jedoch an der nötigen Konzentration in den entscheidenden Momenten. Can hat gelernt, mit den zahlreichen kritischen Stimmen in der Öffentlichkeit umzugehen.

Bei Medienterminen begegnet der gebürtige Frankfurter den Fragen mit einem Lächeln, schaut den Fragestellern in die Augen und bemüht sich, Antworten zu geben, die für die Journalisten von Interesse sind. Dabei vermeidet er große Sprüche und punktet stattdessen mit Offenheit und Ehrlichkeit. So schätzte er auch ein, dass er aktuell noch weit von seiner Bestform entfernt ist.

„Es dauert immer ein paar Wochen, wenn man so lange verletzt und raus ist“, sagte der 48-fache Nationalspieler am Montag in der Pressekonferenz des BVB vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den FC Villarreal, das am Dienstag um 21 Uhr stattfindet. „Man hat einige Wehwehchen. Wenn man nach vielen Monaten wieder Fußball spielt, merkt man es an vielen Stellen.“

Ob Can nach dem Spiel gegen Stuttgart bereits am Dienstag wieder einsatzbereit ist? „Ich bin nach den Spielen definitiv müde. Aber wenn der Trainer sich entscheidet, mich aufzustellen, bin ich zu 100 Prozent bereit“, erklärte der 31-Jährige. Das Wichtigste, um in Form zu kommen, sei der Spielrhythmus: „Ich brauche viele Spiele, um in den Flow zu kommen.“

Für Chefcoach Niko Kovač stellt sich die Frage, ob er Can oder den nach Rückenproblemen wieder einsatzfähigen Ramy Bensebaini als Teil der Dreierkette aufstellen wird. Auf seiner angestammten Sechser-Position hat Can unter Kovač bislang lediglich einmal in der Startelf gestanden, und zwar Ende April beim Auswärtssieg gegen die TSG Hoffenheim.

Auf die Frage von Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, ob er sich zwischenzeitlich sogar als Innenverteidiger sieht, antwortete Can: „Ich mache es definitiv von ganzem Herzen. Ich mag die Position, weil ich das Spiel vor mir habe. Wenn wir in der Dreierkette spielen, kann und muss ich oft nach vorne rücken, um aggressiv nach vorne zu verteidigen.“

Natürlich würde Can sich aber auch in den Dienst der Mannschaft stellen, falls Kovač ihn wieder vor die Abwehr beordern sollte: „Dann würde ich das auch mit dem Herzen machen und Vollgas geben!“ Wichtig für den BVB-Kapitän ist, dass er gegen Villarreal seinen ersten Saisonsieg auf dem Platz erleben kann.

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