Enttäuschung für Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal

Enttäuschung für Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal

Für Borussia Mönchengladbach ist der DFB-Pokal jedes Jahr ein Wettbewerb von besonderer Bedeutung – doch die Fans erleben immer wieder Ernüchterungen.

Mönchengladbach – Für Vereine wie Borussia Mönchengladbach stellt der DFB-Pokal eine bedeutende Chance dar. In jeder Runde geht es um hohe Geldsummen, und je weiter man im Turnier kommt, desto näher rückt das Finale in Berlin. Für viele Anhänger ist die Teilnahme bereits ein einmaliges Erlebnis, während ein Titelgewinn sogar historisch wäre.

In der Saison 2021/22 durfte der SC Freiburg nach Berlin reisen, in der Saison 2023/24 qualifizierte sich der Zweitligist 1. FC Kaiserslautern für das Endspiel, und in der Saison 2024/25 erreichte der damalige Drittligist Arminia Bielefeld das Finale. Die Hoffnungen der Gladbacher auf eine Reise in die Bundeshauptstadt wurden hingegen jäh zerstört. Dies gilt auch für die aktuelle Spielzeit, in der sechs der verbleibenden zehn Bundesligisten im Achtelfinale aufeinandertreffen.

Am 1. November gewann Borussia in der Bundesliga mit 4:0 gegen den FC St. Pauli, doch im Pokal setzten sich die Kiezkicker mit 2:1 gegen die lethargischen Fohlen durch. Zum fünften Mal in Folge muss der Traditionsverein eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen, obwohl die Chance auf eine erfolgreiche Pokalsaison durchaus gegeben war.

In der Vergangenheit waren es vor allem unterklassige Gegner, die Gladbach das Leben schwer machten. In der Saison 2021/22 scheiterte man im Achtelfinale an Hannover 96, einem Zweitligisten, der mit 3:0 gewann. Im darauffolgenden Jahr setzte sich der Zweitligist Darmstadt 98 in der zweiten Hauptrunde mit 2:1 durch, und in der Saison 2023/24 verlor Gladbach mit 1:2 gegen den Drittligisten 1. FC Saarbrücken.

In der vergangenen Saison war erneut in der zweiten Runde Schluss, als man gegen Eintracht Frankfurt ausschied. Auch dieses Spiel endete mit 1:2, und angesichts der Champions-League-Qualifikation der Hessen war das Ergebnis auf dem Papier nicht beschämend. Dennoch spielte Gladbach mehr als 70 Minuten in Überzahl und konnte diese Überlegenheit nicht nutzen. Stattdessen kassierte man die Gegentore genau so, wie sie in der Spielanalyse besprochen worden waren.

Das Spiel gegen St. Pauli reiht sich in die zahlreichen Enttäuschungen ein, die Borussia in den vergangenen Pokaljahren erlitten hat. Der Einzug ins Viertelfinale hätte 1,7 Millionen Euro in die Kassen gespült. Gegen die bereits qualifizierte Bundesliga-Konkurrenz Bayer Leverkusen und RB Leipzig erwies sich Borussia als konkurrenzfähig. „Das ist eine riesige Chance gewesen“, klagte Sportchef Rouven Schröder laut der Rheinischen Post. Doch diese Chance wurde erneut vergeben.

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