Ermedin Demirovic sichert Sieg für den VfB Stuttgart mit Elfmeter

Ermedin Demirovic sichert Sieg für den VfB Stuttgart mit Elfmeter

Ermedin Demirovic verwandelte einen Elfmeter gegen den 1. FC Köln und trug somit entscheidend zum Sieg des VfB Stuttgart bei. Nach dem Spiel teilte er eine interessante Vorgeschichte über den Strafstoß mit.

Stuttgart – Gibt es ein Elfmeterproblem beim VfB Stuttgart? Diese Frage wurde zuletzt häufig diskutiert, insbesondere nach dem misslungenen Strafstoß von Angelo Stiller beim 2:0-Sieg gegen St. Pauli. Im anschließenden Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln, das Stuttgart mit 2:1 gewann, erhielt der VfB erneut einen Elfmeter.

Diesmal trat Ermedin Demirovic an und platzierte den Ball sicher im linken unteren Eck. Der Stürmer verriet in einem Gespräch mit Journalisten nach dem Spiel, dass er sich bereits vor dem Anpfiff festgelegt hatte: „Ich habe mir gesagt: ‚Ich schieße heute links unten – und das mit Überzeugung.‘ Der Schuss war auch gut platziert. Ich habe ein Video gesehen, das halten nicht viele Torhüter.“

Ob er nun der feste Schütze bleibt, konnte Demirovic zunächst nicht sagen. Wäre Maximilian Mittelstädt zum Zeitpunkt des Strafstoßes auf dem Feld gewesen, hätte dieser wahrscheinlich geschossen, erklärte Demirovic. Dennoch zeigte sich der Angreifer selbstbewusst und bemerkte, dass er sich mit dem Treffer in der Liste der potenziellen Schützen wieder nach vorne katapultiert hat.

Demirovic gab zudem interessante Einblicke zur Entstehung des Elfmeters. Kölns Torwart Marvin Schwäbe hatte ihn am Fuß getroffen, doch der Stürmer fiel nicht und erhielt erst nach einem VAR-Einsatz den Strafstoß zugesprochen. „Das ist mein Problem. Mein Naturell ist leider, nicht zu fallen. Ich kann es nicht, ich habe es nie gelernt“, erklärte der Angreifer und erzählte von den Ratschlägen seiner Mitspieler.

„Ich habe oft gehört, dass ich mich fallen lassen soll. Sogar Spieler aus Augsburg haben mir geschrieben: ‚Ich habe es dir tausendmal gesagt: Nimm Dinge an!‘ Im Training sagt Jeff (Chabot) es mir jedes Mal. Ich kann es einfach nicht. Es tut mir leid, wenn es am Ende schlecht aussieht, dass ich weiterlaufe und versuche, den Ball zu holen. Aber ich denke, man sollte das eher positiv als negativ sehen. Ich bin ein fairer Sportler und versuche, nicht theatralisch zu fallen und zu schreien. Deshalb freue ich mich, dass es so gewertet wurde.“

Wichtig war vor allem, dass er den Elfmeter verwandelt hat, wodurch die Sorgen des VfB Stuttgart in Bezug auf Strafstöße vorerst gemildert werden konnten. Seit dem Amtsantritt von Trainer Sebastian Hoeneß hatte der VfB eine erfolgreiche Elfmeterquote von lediglich 50 Prozent. Solange Demirovic einen Strafstoß zugesprochen bekommt und diesen verwandelt, können die Fans gut mit seinem „Problem“, sich nicht fallen lassen zu können, leben.

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