Ex-Bayern-Spieler äußern sich kritisch über ihre Zeit beim Klub
Der FC Bayern München zeigt derzeit sportlichen Erfolg, doch aus der Ferne erreichen die Säbener Straße einige kritische Stimmen von ehemaligen Spielern, darunter Kingsley Coman und Joao Palhinha.
Positiv ist, dass Kingsley Coman plant, sich von seinen ehemaligen Mitspielern und den Fans des FC Bayern angemessen zu verabschieden. In einem Interview mit "L’Équipe" erklärte der 29-Jährige: "Ich werde zurückkommen, um mich zu verabschieden, denn ich habe fast zehn Jahre dort verbracht, und es ist der Verein, der mir am meisten am Herzen liegt."
Doch hinter diesen versöhnlichen Worten steckt mehr. Sie sind lediglich ein Teil der scharfen Kritik, die derzeit aus verschiedenen Richtungen an den FC Bayern gerichtet wird.
In den Länderspielpausen, wenn mehr Zeit für ausführliche Gespräche bleibt, äußern sich Spieler häufig offener als im hektischen Alltag. Diese Woche nutzten sowohl Coman in Frankreich als auch Palhinha in Portugal die Gelegenheit, um auf ihre Vergangenheit zurückzublicken. Coman, der für rund 25 Millionen Euro an Al-Nassr verkauft wurde, bemerkte: "Ein Teil des Vereins wollte, dass ich gehe." Palhinha, der an Tottenham Hotspur verliehen ist, ergänzte: "Bei Tottenham habe ich Chancen bekommen, die ich vorher nicht hatte." Diese Aussagen scheinen sich direkt an die sportliche Führung des deutschen Rekordmeisters zu richten.
Die Kritik von Coman richtet sich insbesondere an Sportvorstand Max Eberl, der seinen Wechsel nach Informationen der "tz" nahezu im Alleingang vorangetrieben hat. Coman erklärte: "Ganz am Ende des Transfers gab es Dinge – die ich nicht näher erwähnen möchte –, die die Situation kompliziert machten. Ich wurde nicht hinausgedrängt, aber mir wurde gesagt, dass der Verein aufgrund seiner finanziellen Lage offen für einen Wechsel sei. Ich hatte die Zuneigung des Trainers, der Fans und einiger Vorstandsmitglieder, aber nicht von allen." Obwohl der Wechsel ihn "selbst überrascht" habe, war er für Coman "die beste Lösung".
Sportlich läuft es für ihn derzeit gut: Mit zwei Toren und vier Assists in nur vier Ligaspielen hat Coman bereits einen starken Start hingelegt, während Palhinha bei Tottenham eine Stammposition einnimmt. Auf dem Platz zeigt Palhinha, was ihn bei Bayern zurückhielt: "Ich habe nicht die Chancen bekommen, die ich meiner Meinung nach verdient gehabt hätte." Das "neue Projekt" bei Tottenham bereitet ihm Freude. Letzte Saison kam er auf lediglich zehn Einsätze, während er in dieser Saison bereits sieben Spiele absolviert hat – und die Saison ist noch lang.