FC Bayern: Christoph Freund über Transfergerüchte und Spielerstatus

FC Bayern: Christoph Freund über Transfergerüchte und Spielerstatus

Bayern-Sportdirektor Christoph Freund hat sich zu möglichen Neuzugängen geäußert. Im Gegensatz zu Max Eberl bestreitet er das Interesse an einem neuen Angreifer nicht.

München – Die Transfergerüchte um Nicolas Jackson und den FC Bayern nehmen weiter zu. Während Sportvorstand Max Eberl kürzlich das Interesse an dem Chelsea-Stürmer und laufende Gespräche kategorisch verneinte, sorgt Sportdirektor Christoph Freund mit seinen vielsagenden Äußerungen für Aufsehen.

„Ich dementiere gar nichts. Es sind viele Namen im Umlauf. Das Transferfenster hat noch bis kommenden Montag geöffnet, bis dahin kann noch etwas passieren“, erklärte Freund am Dienstag, dem 26. August, auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel gegen Wehen Wiesbaden. Ein kleines Schmunzeln konnte sich der 48-Jährige dabei nicht verkneifen.

Freunds Aussagen stehen im klaren Gegensatz zu Eberls eindeutiger Erklärung vom 7. August nach dem Testspiel gegen Tottenham. Damals hatte der Sportvorstand auf die Frage nach Jackson unmissverständlich geantwortet: „Definitiv nein. Ich habe nie mit ihm gesprochen.“ Nun scheint sich die Situation jedoch gewandelt zu haben, da Medienberichten zufolge die Bayern bereits mit dem 24-jährigen Senegalesen über die Modalitäten einer möglichen Zusammenarbeit verhandeln sollen.

Der Grund für die plötzliche Kehrtwende könnte in den geänderten Transferrichtlinien des Rekordmeisters liegen. Der FCB-Aufsichtsrat hat Eberl und Freund angewiesen, in diesem Sommer ausschließlich Leih-Transfers durchzuführen. Auch Uli Hoeneß äußerte öffentlich den Wunsch, den Kader nur noch mit Leihspielern zu verstärken, worauf Eberl mit einem vielsagenden Statement reagierte.

Jackson, der sowohl als Mittelstürmer als auch auf beiden Flügeln eingesetzt werden kann, würde perfekt ins Anforderungsprofil passen. Beim FC Chelsea stand er in den ersten beiden Premier-League-Spielen nicht im Kader und kann den Verein aufgrund der großen Konkurrenz im Sturm verlassen. Die Blues ziehen jedoch einen Verkauf des Angreifers vor, dessen Marktwert bei rund 50 Millionen Euro liegt. Ob eine Leihe mit Kaufpflicht eine mögliche Lösung sein könnte, wird sich in den kommenden Verhandlungen zeigen.

Neben den Spekulationen um Jackson äußerte sich Freund auch zur Zukunft von Innenverteidiger Min-Jae Kim. Trotz anhaltender Wechselgerüchte zeigte sich der Sportdirektor optimistisch: „Man kann im Fußball nichts zu 100 Prozent ausschließen. Aber es ist nicht unser Plan. Wir sind qualitativ gut aufgestellt, aber auch nicht zu groß.“

Freund betonte besonders die Bedeutung des Südkoreaners für das Team: „Wir sind sehr froh, dass Min-Jae wieder gesund und fit ist. Denn wir wissen, welche Qualität er besitzt.“ Der 28-Jährige hat seinen Stammplatz verloren und ist derzeit hinter Jonathan Tah und Dayot Upamecano nur die dritte Wahl in der Innenverteidigung. Ein Abgang scheint nun jedoch offenbar vom Tisch zu sein.

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