FC Bayern München: Vertragspoker um Konrad Laimer
Der FC Bayern München steht offenbar vor einem weiteren schwierigen Vertragspoker. Die Verhandlungen mit einem der Stars des Vereins ruhen derzeit, wie Sportvorstand Max Eberl bestätigt hat.
München – Nach dem monatelangen Transferpoker um Dayot Upamecano haben die Verantwortlichen des Vereins nur ein Ziel: Keine Wiederholung solcher Situationen. Der Franzose verlängerte letztendlich seinen Vertrag in München, was nicht alle Fans erfreute. Während die Spieler des FC Bayern am Dienstag das Achtelfinal-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo bestreiten, laufen hinter den Kulissen wichtige Gespräche. Ein zentraler Akteur ist Konrad Laimer.
Der Österreicher spielt seit etwa zweieinhalb Jahren für den deutschen Rekordmeister, und die Vereinsführung ist sehr zufrieden mit seiner Leistung. Laimer gilt als vielseitiger Spieler für das Mittelfeld und die Abwehr. Sein Vertrag an der Isar läuft noch bis Sommer 2027. Die Bayern möchten unbedingt mit ihm verlängern, doch die Verhandlungen gestalten sich schwieriger als erwartet. Der entscheidende Punkt: Wie so oft, ist es das Geld.
Max Eberl bestätigte vor dem Abflug nach Bergamo: „Wir würden gerne mit Konni verlängern. Gespräche gab es, aber momentan ruhen sie.“ Berichten zufolge verdient Laimer aktuell rund neun Millionen Euro pro Jahr, sein Management fordert jedoch eine erhebliche Gehaltserhöhung, die möglicherweise annähernd das Doppelte betragen könnte.
Von schlechter Stimmung wollte Eberl jedoch nichts wissen. „Das ist auch nicht schlimm. Es ist ohne Groll und ohne Böses. Man hat Vorstellungen, wir haben Vorstellungen, die müssen in irgendeiner Weise zusammenpassen. Momentan tun sie das nicht, aber das ist nicht schlimm.“ Wann die Gespräche wieder aufgenommen werden, ist derzeit unklar.
In den letzten beiden Jahren mussten die Bayern-Verantwortlichen einige schwierige Verhandlungen erfolgreich abschließen. Bei Joshua Kimmich und Dayot Upamecano wurden Angebote zurückgezogen, bevor beide Spieler letztendlich blieben. Auch Alphonso Davies und Jamal Musiala wurden für ihre Unterschriften üppig entlohnt. Laimer scheint ebenfalls daran interessiert zu sein, sich diesem Trend anzuschließen.
Zuletzt hatte Karl-Heinz Rummenigge gegen Spielerberater gewettert, und auch Bayern-Patron Uli Hoeneß äußerte sich bereits kritisch. Die aktuelle Führungsetage hofft auf einen positiven Ausgang im Fall Konrad Laimer. Sollte der Österreicher jedoch keine Abstriche bei seinen Forderungen machen, könnte eine Vertragsverlängerung schwierig werden.