FC Bayern München vor Vertragsentscheidungen für Schlüsselspieler
Die Verträge von vier Stammspielern des FC Bayern München laufen 2026 aus, und Sportvorstand Max Eberl steht vor einer wichtigen Entscheidung: Verlängerungen oder kostspielige Ersatztransfers.
Nach dem Ende des Transferfensters wartet bereits die nächste Herausforderung auf die Verantwortlichen des FC Bayern. Vier Leistungsträger haben eine ungewisse Zukunft, da ihre Verträge zum Saisonende auslaufen. Eberl muss zeitnah Antworten finden.
Besonders brisant ist die Situation von Dayot Upamecano. Der französische Abwehrspieler hat sich unter Trainer Vincent Kompany zu einem zentralen Verteidiger entwickelt und spielt an der Seite von Jonathan Tah eine entscheidende Rolle. Bereits im Frühjahr äußerte er den Wunsch nach einer Vertragsverlängerung, jedoch ist seitdem nichts geschehen.
Der Grund für die Verzögerungen bei Upamecano ist offenbar eine Gehaltsforderung, die laut L’Équipe eine erhebliche Erhöhung beinhaltet. Die Bayern zögern, insbesondere da Real Madrid Interesse an dem Verteidiger zeigt. Dort laufen die Verträge von David Alaba und Antonio Rüdiger ebenfalls 2026 aus, was Handlungsbedarf bedeutet. Ein ablösefreier Abgang Upamecanos wäre für den FC Bayern sowohl sportlich als auch wirtschaftlich katastrophal.
Die Situation von Manuel Neuer gestaltet sich hingegen anders. Der 39-jährige Torhüter ist nach wie vor unumstritten und führt das Team als Kapitän. Zudem könnte ihm im kommenden Sommer ein Comeback bei der Weltmeisterschaft winken. Sofern er verletzungsfrei bleibt, ist eine Vertragsverlängerung denkbar, auch wenn diese wahrscheinlich nur ein Jahr umfassen würde. Sein Verbleib wäre für die Bayern ein wichtiger Stabilitätsfaktor in dieser kritischen Vertragsphase.
Komplexer wird die Lage bei Leon Goretzka und Serge Gnabry. Beide Spieler gehören zu den Topverdienern im Kader, konnten jedoch in letzter Zeit nicht immer die Höhe ihres Gehalts rechtfertigen. Während Goretzka derzeit in starker Form ist und gesetzt ist, kämpft Gnabry um die nötige Konstanz. Beide Spieler könnten im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2026 sowie für den FC Bayern eine Rolle spielen.
Allerdings müssten sie wohl signifikante Gehaltseinbußen in Betracht ziehen, um in München bleiben zu können. Ob sie dazu bereit sind, bleibt fraglich. Eines ist jedoch klar: Sollte der FC Bayern auch sie ablösefrei ziehen lassen, wird der Ersatz teuer. Die hohen Kosten für Neuverpflichtungen zeigen sich beispielsweise an den Transfers von Luis Díaz (70 Millionen Euro) und Nicolas Jackson (16,5 Millionen Euro Leihgebühr plus Kaufoption über 65 Millionen Euro).
Für Max Eberl endet die Arbeit mit dem Schließen des Transferfensters nicht, sie beginnt praktisch von Neuem. Die alte Frage, ob verlängert oder ersetzt werden soll, wird ihn in den kommenden Monaten begleiten. Die Tatsache, dass es um gleich vier Stammspieler geht, macht die Aufgabe nicht einfacher. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)