FC Bayern: Nachwuchs und Supercup im Fokus

FC Bayern: Nachwuchs und Supercup im Fokus

Vor dem mit Spannung erwarteten Supercup-Spiel gegen den VfB Stuttgart steht beim FC Bayern das Thema Nachwuchs im Mittelpunkt. Trainer Vincent Kompany äußerte sich auf der Pressekonferenz vor der Partie zu den aktuellen Entwicklungen.

In letzter Zeit dominieren zwei Themen die Schlagzeilen rund um die Säbener Straße: Die Verpflichtung des Wunschspielers Nick Woltemade vom VfB Stuttgart und die Integration talentierter Nachwuchsspieler in das Profiteam des Rekordmeisters, die teilweise auf heftige Kritik gestoßen ist.

Auf die Situation der Münchner Nachwuchsspieler angesprochen, erklärte Kompany: „Wir sind sehr stolz, wenn wir junge Spieler aus dem Campus in die erste Mannschaft bringen können, wie Lennart Karl. Aber nicht nur ihn, wir haben sogar Spieler aus der U17 vor vier, fünf Monaten hochgezogen.“ Er fügte jedoch hinzu: „Natürlich kann nicht jeder sofort ein Bayern-Spieler werden.“

Der 39-Jährige erläuterte weiter: „Es kommt auch auf die Position an; nicht jeder kann sofort spielen. Es ist normal, dass nicht jeder direkt bei den Profis ankommt. Aber langfristig sind wir gut aufgestellt, was die Jugend betrifft, und sie werden im Laufe der Saison ihre Chancen bekommen, wenn auch nicht in jedem Spiel.“

Wie gewohnt hielt sich der Bayern-Coach bei der Aufstellung für den ersten Saisonhöhepunkt bedeckt und wollte keine Informationen über mögliche Einsatzzeiten der Campus-Spieler preisgeben: „Zur Aufstellung von morgen sage ich nichts. Es geht nicht um einzelne Spieler, sondern wir wollen gewinnen. Es bringt uns keinen Vorteil, die Aufstellung zu verraten, also werden wir das nicht tun.“

Die jungen Spieler müssen laut Kompany geduldig „auf ihre Chance warten – und dann bereit sein. Geben wir uns und ihnen bitte etwas Zeit, und dann werden wir neue deutsche Talente beim FC Bayern sehen. Das ist ein langfristiger Prozess, es geht nicht um einen kurzfristigen Hype, sondern um eine erfolgreiche Karriere für sie.“

Der 19-jährige marokkanische Spieler Adam Aznou hatte jedoch nicht die Geduld und wechselte in die Premier League zum FC Everton. Christoph Freund erklärte dazu: „Ein Spieler muss überzeugt sein von der Planung des Vereins. Es war sein großer Wunsch, diesen Transfer zu tätigen, das war nicht unser Plan. Am Ende des Tages haben wir gemeinsam entschieden, dass es für alle das Beste sein muss, auch für ihn. Er muss überzeugt sein und voller Energie und Leidenschaft hinter dem stehen, was er tut. Daher haben wir uns auf einen Transfer geeinigt.“

Aktuell gibt es jedoch einige vielversprechende Talente aus dem Campus, bei denen sich die Geduld bald auszahlen könnte. Dazu zählen der große Gewinner der FCB-Saisonvorbereitung, Lennart Karl, sowie Jonah Kusi-Asare, Wisdom Mike, Felipe Chávez und weitere hochbegabte Spieler.

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