FC Bayern sichert sich Transfer von Michael Olise
München – Michael Olise zählt zu den spektakulärsten Transfers der letzten Jahre beim FC Bayern. Nun wird deutlich, wie der Rekordmeister beim Werben um den talentierten Flügelspieler mehrere englische Topklubs übertreffen konnte. Laut der Sport Bild spielte ein Faktor außerhalb des Platzes eine entscheidende Rolle.
Olises Berater, Glen Tweneboah, wurde im Mai 2024 vom englischen Fußballverband FA für sechs Monate gesperrt, aufgrund eines unzulässigen Provisionsdeals aus dem Jahr 2019. Bei der Unterzeichnung des ersten Profivertrags seines Klienten beim FC Reading sicherte sich Tweneboah zehn Prozent der künftigen Ablösesumme, eine Klausel, die gegen die Regeln der FA verstößt.
Die Sperre trat am 4. Oktober in Kraft. Tweneboah war sich bewusst, dass er den Transfer seines Klienten nur dann persönlich betreuen konnte, wenn dieser möglichst früh abgeschlossen wurde. Der FC Bayern nutzte diesen Zeitdruck effektiv und handelte schneller als die Konkurrenz.
Bereits am 7. Juli gaben die Münchner den Wechsel offiziell bekannt. Sie waren der erste Topklub, der die festgelegte Ausstiegsklausel in Höhe von 50 Millionen Pfund, einschließlich fünf Millionen an Bonuszahlungen, aktivierte. Zu diesem Zeitpunkt hatten auch Chelsea, Liverpool, Manchester United und Manchester City Olise im Visier, reagierten jedoch zu spät.
Die Verpflichtung des französischen Nationalspielers wird intern als bedeutender Erfolg gewertet. Ex-Chefscout Markus Pilawa hatte Olise bereits während seiner Zeit beim FC Reading im Auge. Den entscheidenden Schritt machte jedoch Sportvorstand Max Eberl. „Bei der Verpflichtung von Michael Olise war eine große Portion Überzeugung auf beiden Seiten im Spiel“, erklärt Eberl. „Wir beim FC Bayern sind überzeugt, dass er der Spieler ist, der uns in den kommenden Jahren entscheidend voranbringen kann. Und Michael war von unserem sportlichen Konzept überzeugt.“
Olise, der in den Nachwuchsabteilungen von Chelsea und Manchester City einst aussortiert wurde, gilt heute als Musterprofi. In seiner Münchner Villa beschäftigt er einen eigenen Koch und Fitnesstrainer, um sich optimal vorzubereiten. Öffentlich äußert sich der Flügelspieler zurückhaltend, innerhalb der Mannschaft ist er jedoch bestens integriert.
Vorstandschef Jan-Christian Dreesen traut ihm sogar die Auszeichnung zum Weltfußballer zu: „So wie sich Olise bisher bei uns entwickelt hat, ist das absolut realistisch.“ In Anbetracht des wachsenden Interesses anderer englischer Topklubs bleibt er gelassen: „Was das Interesse anderer Klubs angeht, sind wir ganz entspannt…“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)