FC Bayern und Dayot Upamecano: Vertragsverhandlungen stehen auf der Kippe
Dayot Upamecano steht im Fokus von Vertragsverhandlungen, während der FC Bayern München eine Verlängerung seines Vertrages anstrebt. Berichten von SPORT1 zufolge könnte der Verein jedoch eine entscheidende Haltung einnehmen.
Am Standort Säbener Straße wird zunehmend darüber diskutiert, dass in den Gesprächen mit dem Innenverteidiger eine strikte Linie verfolgt wird. Intern gibt es „starke Stimmen“, die fordern, das aktuelle Angebot für den Franzosen nicht weiter zu verbessern. Dies könnte bedeuten, dass der 26-Jährige den Verein im kommenden Sommer ablösefrei verlassen könnte.
Der Hintergrund dieser Position ist die neue Gehaltsstruktur, die Sportvorstand Max Eberl und Geschäftsführer Jan-Christian Dreesen konsequent umsetzen wollen. Ein Beispiel für diese Strategie war der ablösefreie Abgang von Leroy Sané im vergangenen Sommer.
Die Verantwortlichen scheinen auch bei Upamecano keine finanziellen Ausnahmen machen zu wollen. Der Abwehrchef soll ein Angebot zur Vertragsverlängerung erhalten haben, während die Spielervertreter laut Sky ein Gehalt von etwa 17 Millionen Euro pro Jahr sowie eine hohe Unterschriftsprämie fordern – Bedingungen, die die Bayern bislang nicht akzeptieren wollen.
Trotz seiner starken sportlichen Leistungen, in denen Upamecano unter Vincent Kompany als Abwehrchef gesetzt ist und in neun von zehn Pflichtspielen auf dem Platz stand, droht der Vertragsabschluss zu scheitern. Der Franzose fühlt sich zwar wohl in München, möchte jedoch keine Zugeständnisse machen. Sollte der FC Bayern sein Angebot nicht erhöhen, könnte eine Trennung im kommenden Sommer bevorstehen.
In der Vergangenheit hat der Verein in ähnlichen Situationen nachgegeben: Alphonso Davies erhielt im Februar trotz schwieriger Verhandlungen einen neuen Vertrag mit Top-Gehalt und Handgeld. Ob die Verantwortlichen diesmal erneut einknicken, bleibt jedoch fraglich. Während die Gespräche mit Upamecano stagnieren, scheinen die Bayern bereits auf mögliche Alternativen vorbereitet zu sein.
Medienberichten zufolge beobachtet der FC Bayern derzeit mehrere Innenverteidiger, die im Sommer 2026 ablösefrei verfügbar sein könnten. An oberster Stelle stehen Marc Guéhi von Crystal Palace und Murillo von Nottingham Forest. Auch Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund wurde zuletzt als möglicher Kandidat gehandelt.
Der deutsche Nationalspieler betonte jedoch, dass Borussia Dortmund weiterhin sein „erster Ansprechpartner“ sei. Eines ist klar: Sollte Upamecano seinen Vertrag nicht verlängern, steht der FC Bayern vor einer schwierigen Entscheidung in der Abwehr – zwischen sportlicher Kontinuität und wirtschaftlicher Vernunft.