FC Bayern zieht ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein
Der FC Bayern München hat nach zweijähriger Abstinenz wieder das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Die Münchner konnten sich mit einem hart erkämpften 3:2-Sieg gegen Union Berlin durchsetzen.
Nach dem 2:2-Unentschieden am 10. Bundesliga-Spieltag in der Alten Försterei in Berlin-Köpenick hatten die Spieler von Vincent Kompany fast vier Wochen Zeit, sich mental auf das wichtige Pokal-Achtelfinale vorzubereiten. In dieser Zeit wurde viel über die vermeintliche Standardschwäche des Rekordpokalsiegers diskutiert – umso überraschender war es, dass genau diese Disziplin entscheidend für den Einzug in die nächste Runde war.
Ungewöhnlicherweise erzielten die Münchner alle drei Tore nach Standardsituationen, die jeweils von Joshua Kimmich hereingegeben wurden. Lediglich Harry Kane traf zum zwischenzeitlichen 2:0, während die anderen beiden Tore auf Berliner Eigentore zurückzuführen waren. Union Berlin nutzte bei ihren Anschlusstoren zwei Elfmeter, die von Schiedsrichter Martin Petersen verhängt wurden.
Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einem intensiven Kampfspiel, wobei der bereits zu Beginn der Partie stark ramponierte Rasen eine entscheidende Rolle spielte. Während die technisch versierten Bayern auf dem zunehmend schlechten Platz Schwierigkeiten hatten, ihr Spiel durchzusetzen, fanden die Unioner besser ins Spiel und agierten durchschlagskräftig. Am Ende war die Erleichterung über den Einzug ins Viertelfinale bei den Bayern so groß, dass Kimmich sogar vergaß, dass sie in der Saison 2022/23 bereits im Viertelfinale standen.
„Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Ich denke, wir haben dort viel richtig gemacht. Die zweite Hälfte war jedoch vom Kampf geprägt. Wir haben die Standards gut verteidigt, aber unglückliche Gegentore kassiert. Am Ende zählt nur das Weiterkommen, und ich hoffe, dass wir noch viele Runden weiterkommen können, ohne dass sich jemand darüber Gedanken macht, wie der Sieg zustande kam. Jetzt stehen uns noch vier Spiele bis zur Winterpause bevor, und die wollen wir mit viel Energie für uns entscheiden“, sagte Kimmich.
Ein anderer Spieler betonte: „In den letzten fünf, sechs Jahren sind wir vor der Winterpause im DFB-Pokal ausgeschieden. Daher war es heute sehr wichtig, dass wir es geschafft haben. Unser Ziel ist es, in diesem Jahr wieder hierher nach Berlin zu kommen, und dieser Sieg war dafür entscheidend. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, aber die zweite Hälfte war weniger attraktiv. Es gab viele Standards, Zweikämpfe und Einwürfe, aber wenig spielerische Elemente. Es war auf jeden Fall spannend, was die Freude umso größer machte.“
Ein weiterer Spieler fügte hinzu: „Das Wichtigste ist, dass wir weiter sind. Wir wussten, dass es heute nicht leicht werden würde, hier in Berlin zu spielen. Viele hohe Bälle, viele Zweikämpfe und lange Einwürfe – wir hatten heute alles. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, aber am Ende gab es wieder zwei Elfmeter. Es war ein sehr, sehr wichtiger Sieg.“
„Dieser Sieg bedeutet uns viel. In den letzten Jahren haben wir im Pokal nicht gut abgeschnitten. Man muss solche Spiele überstehen, das war ein harter Kampf. Solche Siege geben einem zusätzliches Selbstbewusstsein. Wir haben alles gegeben. Ich weiß nicht, warum wir im zweiten Durchgang so unter Druck geraten sind. Ich habe den Gegenspieler vor dem Elfmeter im Gesicht getroffen, aber es war trotzdem eine harte Entscheidung. Solche Szenen gibt es viele. Wir sind froh über das Weiterkommen und mit diesem Gefühl gehen wir im neuen Jahr in die nächste Pokal-Runde“, schloss er.