Fortschritte beim Ausbau des Geißbockheims und der Sportinfrastruktur in Köln

Fortschritte beim Ausbau des Geißbockheims und der Sportinfrastruktur in Köln

Der Ausbau des Geißbockheims in Köln steht seit Jahren still, während viele Sporthallen verfallen und zahlreiche Vereine unter unzureichenden Trainingsbedingungen leiden. Gibt es Hoffnung auf Besserung?

In einem Interview mit EXPRESS.de äußerte sich Oliver Seeck (SPD), Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Köln, zur aktuellen Situation, den Ambitionen des 1. FC Köln, den großen Olympia-Träumen und dem neuen Oberbürgermeister Torsten Burmester.

Die Sportbegeisterung vieler Kölner lässt darauf hoffen, dass sich die Lage im Sportbereich endlich verbessert. Auch der 1. FC Köln sieht optimistisch in die Zukunft des Geißbockheim-Ausbaus. Sind diese Hoffnungen gerechtfertigt?

Oliver Seeck betont: „Es gibt definitiv Bewegung. Das Verhältnis zwischen der Stadtspitze und dem FC hat sich erheblich verbessert. Das vorherige Kommunikationsverhalten war befremdlich, da kaum Gespräche stattfanden – wenn überhaupt, dann nur sehr formal, mit monatelangen Vorlaufzeiten für Termine. Das hat sich nun grundlegend geändert. Der Oberbürgermeister war nur wenige Tage nach seiner Wahl beim FC am Geißbockheim.“

Wie steht es um die aktuellen Ausbaupläne? Bleibt es schwierig oder kann es endlich vorangehen?

„Es geht um den Ausbau des Geißbockheims und möglicherweise auch um eine Erweiterung des Rhein-Energie-Stadions. Nach den Wahlen ist es nicht einfacher geworden, aber wir müssen jetzt zu einer Entscheidung kommen. Es darf nicht wieder zehn Jahre dauern“, erklärt Seeck.

Wo hakt es derzeit?

„In der SPD ist die Stimmung eindeutig pro FC, das bleibt so. Bei den Grünen sehe ich wenig Bewegung, was ich nachvollziehen kann. Der größte Unsicherheitsfaktor bleibt die CDU und ob sie ihre Position ändern wird. Ich bin der Meinung, dass wir möglicherweise eine Mehrheit für den Ausbau hätten, wenn sich die CDU bewegen würde. Ich hoffe auf einen Kompromiss“, so Seeck.

Wenn der FC das Leistungszentrum neben dem Franz-Kremer-Stadion baut, muss der bestehende Kunstrasenplatz weichen. Woher sollen die Ausweichplätze kommen? Warum ist es so schwierig, diese zu finden?

„Das ist mein Hauptkritikpunkt: Der Beschluss von Schwarz-Grün vor einem Jahr war ein fauler Kompromiss. Man erlaubte den Ausbau, forderte aber gleichzeitig die Suche nach Ausweichplätzen. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass auf einem Naturrasenplatz im Grüngürtel keine Veränderungen vorgenommen werden dürfen. Damit wurde die Suche nach Ausweichplätzen erheblich erschwert. Wir müssen jetzt über Flächen auf den Gleueler Wiesen sprechen, da es in der Umgebung kaum freie Flächen gibt“, erklärt Seeck.

Wenn Sie einen Zeitrahmen angeben müssten, wann der FC ausbauen kann, was würden Sie prognostizieren – in einem oder zwei Jahren? Oder noch später?

„Prognosen sind schwierig. Ich kann nur sagen: Wenn man uns folgen würde, könnten wir im Februar 2026 den Beschluss fassen. Dafür müssen sich jedoch andere bewegen. Zudem steht noch das Urteil aus Münster aus, ob rechtlich gebaut werden darf, das im Sommer 2026 erwartet wird“, so Seeck.

Wie groß ist die Gefahr, dass er politisch an seine Grenzen stößt, was die Sportbegeisterung betrifft?

„Es gibt immer Bedenkenträger, und es wird weiterhin Sparmaßnahmen geben. Wir müssen jedoch dafür kämpfen, dass wir im Sport nicht weiter sparen. Bei sinkenden Haushaltseinnahmen müssen wir andere Prioritäten setzen. Wenn wir es ernst meinen mit dem Sport, müssen wir klar definieren, was uns wirklich wichtig ist. Der Sport war jahrelang nicht wichtig. Jetzt benötigt der Bürgermeister viel Rückendeckung aus der Stadtgesellschaft für ein Umdenken“, betont Seeck.

Es muss klar sein: Wir dürfen beim Sport nicht mehr kürzen! Denn wer dort kürzt, schadet dem Ehrenamt, den Kindern und Jugendlichen sowie den Seniorensportlern. Wenn wir weitere Strukturen zerstören, lassen sie sich nicht so schnell wieder aufbauen. Jetzt brauchen wir keine Sonntagsredner mehr, sondern Menschen, die montags für den Sport eintreten.

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