Franck Ribéry wehrt sich gegen Vorwürfe aus den Epstein-Akten

Franck Ribéry wehrt sich gegen Vorwürfe aus den Epstein-Akten

Der Name von Bayern-Ikone Franck Ribéry ist in den kürzlich veröffentlichten Epstein-Akten aufgetaucht. Der ehemalige Fußballprofi wehrt sich vehement gegen die Anschuldigungen und plant rechtliche Schritte.

München – Die Veröffentlichung der sogenannten Epstein-Akten durch das US-Justizministerium sorgt weltweit für Aufregung. Tausende Dokumente über den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, der sich 2019 in seiner Haftzelle das Leben nahm, sind nun öffentlich zugänglich. In diesen Unterlagen erscheinen zahlreiche prominente Namen, darunter auch der von Ex-Bayern-Star Franck Ribéry. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die bloße Nennung in den Akten kein Fehlverhalten impliziert und nicht bedeutet, dass die genannten Personen in Epsteins Vergehen verwickelt waren.

Im Mittelpunkt steht ein 38-seitiges Schreiben einer Frau aus Morlaix, Frankreich, aus dem Jahr 2019. Diese wandte sich an die amerikanischen Behörden und gab an, selbst Opfer von Epstein gewesen zu sein. In dem Dokument erhebt sie allerdings auch persönliche Vorwürfe gegen Ribéry, den sie als „gewaltsam und bedrohlich“ beschreibt und behauptet, er habe versucht, sie in ihrem Garten zu schlagen.

Ribérys Anwalt, Carlo Alberto Brusa, reagierte umgehend und wies am Dienstag (10. Februar) alle Anschuldigungen entschieden zurück. Er bezeichnete sie als „Falschinformationen“ und ein „Lügengebilde“. Die Vorwürfe der Frau seien „völlig falsch“ und stellten einen „Angriff auf die Würde meines Mandanten und seiner Familie“ dar. Brusa betonte, dass es sich um eine persönliche Auseinandersetzung zwischen Personen handele, mit denen Ribéry keinerlei Verbindung habe.

Zusätzlich kündigte der Anwalt rechtliche Schritte gegen die Verfasserin des Schreibens an. „Ich werde alle notwendigen rechtlichen Maßnahmen ergreifen, um die Verantwortlichen für diese Fake News zur Rechenschaft zu ziehen“, erklärte Alberto Brusa in einer Mitteilung auf der Plattform X. Ribéry wies alle Vorwürfe des „abstrusen Schreibens“ zurück.

Ribéry war bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert worden. Vor etwa zwölf Jahren stand er in Frankreich vor Gericht, weil er 2009 in einem Münchner Hotel Sex mit einer damals 17-jährigen Prostituierten gehabt haben soll. Ribéry wurde freigesprochen und betonte stets, das Alter der jungen Frau nicht gekannt zu haben.

Der 42-jährige Franzose spielte von 2007 bis 2019 beim FC Bayern, wo er schnell zum Publikumsliebling avancierte und über Jahre als einer der besten Flügelspieler der Welt galt. Mit den Münchnern gewann Ribéry neun Meisterschaften, sechsmal den DFB-Pokal und 2013 die Champions League. Im selben Jahr wurde er auch als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Zuletzt betonte Ribéry, dass er den FC Bayern in dieser Saison als Favoriten auf den Champions-League-Sieg sieht.

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