Frank Schmidt kritisiert VAR nach DFB-Pokal-Niederlage
Frank Schmidt äußert seinen Unmut nach der DFB-Pokal-Niederlage gegen den Hamburger SV. Ein umstrittener Elfmeter sorgt für Diskussionen, die durch den Video-Assistenten (VAR) möglicherweise hätten geklärt werden können.
In den vergangenen Monaten ist die Kritik am VAR von Funktionären, Spielern und Fans gewachsen. Trotz der Videotechnik dauern Abseitsentscheidungen oft zu lange, während fragwürdige Elfmeterentscheidungen und Unklarheiten bei Handspielen für Verwirrung sorgen. Die Vorwürfe gegen den VAR häufen sich, insbesondere die willkürlichen Eingriffe aus dem Kölner Keller.
Nach einer weiteren Runde im DFB-Pokal zeigt sich jedoch, dass die Fußballvereine für die zweite Runde auf die VAR-Technik verzichtet haben. Dies hat viele überrascht, da der VAR in einigen Fällen gravierende Fehler hätte korrigieren können, was besonders bitter für Eintracht Frankfurt war.
Dem 1:1-Ausgleich von Borussia Dortmund ging eine Abseitsposition voraus, die durch den Videobeweis hätte überprüft werden können. Letztendlich schied die Eintracht im Elfmeterschießen aus. Vorstand Axel Hellmann äußerte: „Ich werde oft gefragt: Spricht nicht doch vieles für den VAR? Ich bin für alles, was messbar ist.“
Nach dem Spiel sprach der 54-Jährige mit Schiedsrichter Sven Jablonski, der eingeräumt habe, dass BVB-Stürmer Maximilian Beier im Abseits stand. Offensichtlich war dies jedoch für das Schiedsrichterteam auf dem Feld nicht erkennbar. Hellmann forderte daher eine Verbesserung des VAR: „Wir müssen die Messbarkeiten hinbekommen.“
Auch der 1. FC Heidenheim wurde im DFB-Pokal hart getroffen. Die Baden-Württemberger verloren ihr Heimspiel gegen den Hamburger SV mit 0:1. In Unterzahl kämpfte der FCH tapfer, doch kurz vor dem Ende fiel HSV-Spieler Fabio Vieira im Strafraum nach leichtem Kontakt. Die Hamburger erhielten einen umstrittenen Elfmeter, den Robert Glatzel zum Sieg verwandelte.
Mit dem VAR hätten die Hamburger diesen Elfmeter wahrscheinlich nicht zugesprochen bekommen. Ein verärgerter Heidenheim-Coach Frank Schmidt sagte nach dem Spiel: „Man sieht doch, das ist kein Elfmeter.“ Die Einführung des VAR wird als wertvoll angesehen, jedoch führen die komplexen Regelinterpretationen zu anhaltenden Diskussionen über Handspiele und Elfmeter.
Bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals fiel auf, dass den Schiedsrichtern einfache und eindeutige Fehler unterliefen, möglicherweise weil sie sich an die Bundesliga gewöhnt haben, wo der VAR als Sicherheitsnetz fungiert. Der Pokalwettbewerb zeigt deutlich, dass der VAR notwendig ist, insbesondere bei Abseitsentscheidungen und gravierenden Fehlentscheidungen.