Gerardo Seoanes Zukunft bei Borussia Mönchengladbach in Frage gestellt

Gerardo Seoanes Zukunft bei Borussia Mönchengladbach in Frage gestellt

Steht Gerardo Seoane bei Borussia Mönchengladbach unter Druck? Nach der 0:4-Niederlage gegen Werder Bremen gab Sport-Geschäftsführer Roland Virkus keine klare Antwort auf diese Frage.

Mönchengladbach – Mit nur einem Punkt und 0:5 Toren aus den ersten drei Bundesliga-Spieltagen sowie einer Serie von zehn sieglosen Spielen in Folge und fünf Begegnungen ohne eigenes Tor, ist die Stimmung bei Borussia Mönchengladbach angespannt. Die Niederlage gegen Werder Bremen stellte einen herben Rückschlag für die Fohlen in der neuen Saison dar.

Bereits bei der Bekanntgabe der Aufstellung waren Pfiffe gegen Trainer Gerardo Seoane im Publikum zu hören. Nach den Gegentoren von Samuel Mbangula (15. Minute) und Jens Stage (26. Minute) forderte der Fohlen-Anhang: „Wir wollen euch kämpfen sehen“ und verabschiedete die Mannschaft mit einem Pfiffkonzert in die Kabine. Nachdem Romano Schmid (74. Minute) und Justin Njinmah (81. Minute) auf 0:4 erhöhten, folgten erneut Pfiffe.

Seoane startete die Saison mit einem angeschlagenen Ruf, da die Enttäuschung über das missratene Ende der vergangenen Spielzeit schwer wog. Im Mai hatte Virkus fest zu dem Schweizer Trainer gestanden, doch nach dem Fehlstart lässt sich die Trainerfrage nicht mehr ignorieren. Am Sonntagabend wich Virkus jedoch dieser Thematik aus.

„Ich verstehe die Nachfragen, aber bitte habt Verständnis dafür, dass ich nach so einem Spiel erst einmal nach den Gründen suchen muss“, sagte der Sportchef in der Mixed Zone und erläuterte die Herausforderungen: „Die Fragen müssen so formuliert werden, dass wir schnellstmöglich Lösungen finden. Wenn du 0:4 verlierst, musst du analysieren: Wo liegt das Hauptproblem? Das muss gemeinsam mit der Mannschaft und dem Trainer angegangen werden.“

Für das zweite Heimspiel der Saison hatte sich Borussia „viel vorgenommen“ und zeigte in der Anfangsphase der Partie viel Energie. Die eigenen Chancen landeten jedoch oft am Außennetz, während Bremen eiskalt zuschlug. „Die Tore fallen zu einfach, wir spielen vorne zu kompliziert und stehen hinten nicht eng genug am Mann“, stellte Virkus fest.

Die Tatsache, dass Shuto Machino und Haris Tabaković die verletzungsbedingte Abwesenheit von Tim Kleindienst nicht kompensieren können, wiegt schwerer als befürchtet. „Uns fehlt ein Tor. Vieles spielt sich im Kopf ab“, sagte Virkus über die noch torlose Borussia, die vor allem über Hack und Giovanni Reyna gefährlich wurde.

Insgesamt zog Virkus ein ernüchterndes Fazit, das seine Enttäuschung über die Leistung deutlich machte. „Ich glaube, dass wir viele falsche Entscheidungen getroffen haben. Es gibt viele Dinge, die wir schnellstmöglich verbessern müssen. Ich sehe einen Fehlstart und ein Ergebnis, das es aufzuarbeiten gilt. Nächste Woche geht es gegen Bayer Leverkusen, und wir müssen schauen, dass wir diese Probleme abstellen.“ Ob Seoane gegen seinen ehemaligen Klub auf der Bank sitzen wird, bleibt abzuwarten.

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