Giulia Gwinn verletzt sich im WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich
Im WM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußballerinnen gegen Österreich wurde Giulia Gwinn in der ersten Halbzeit schwer getroffen. DFB-Trainer Christian Wück reagierte sofort auf den Vorfall.
Im Nürnberger Stadion begann das Spiel vielversprechend, doch schon bald herrschte plötzlich Stille. In der 27. Minute rutschte die österreichische Spielerin Melanie Brunnthaler in die DFB-Kapitänin Giulia Gwinn, die hart auf den Rasen fiel.
Bei der Landung zog Gwinn eine schmerzhafte Drehung in der Luft, wobei ihre linke Schulter den gesamten Aufprall abbekam. Nach einer längeren Behandlungszeit verließ sie mit einem Eisbeutel auf der Schulter das Spielfeld. Sie erhielt aufmunternden Applaus von den Zuschauern, kehrte jedoch nur kurzzeitig zurück.
Obwohl es den Anschein hatte, dass Gwinn weiterspielen wollte, entschied sich Christian Wück, kein Risiko einzugehen. Carlotta Wamser von Bayer Leverkusen wurde angewiesen, sich für den Wechsel bereit zu machen. Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, wurde Wamser eingewechselt und ersetzte die Rechtsverteidigerin des FC Bayern München.
Die Auswechslung von Gwinn schien somit eher eine Vorsichtsmaßnahme als eine Reaktion auf eine ernsthafte Verletzung zu sein. Dies sind positive Nachrichten für das deutsche Nationalteam und den FC Bayern. Es bleibt zu hoffen, dass bei einer genaueren Untersuchung keine schwerwiegenden Verletzungen festgestellt werden. Das DFB-Team tritt bereits am Samstag, den 18. April, im Rückspiel gegen Österreich an.
Mit einer Leistung wie in der ersten Halbzeit in Nürnberg sollte einem Sieg im vierten Gruppenspiel der WM-Qualifikation nichts im Wege stehen. Einzig die mangelhafte Chancenverwertung verhinderte eine höhere Führung als das 1:0 zur Halbzeit. In der 17. Minute erzielte die Frankfurterin Nicole Anyomi auf Vorlage von Janina Minge die Führung.