Haris Tabaković und Oscar Fraulo: Veränderungen bei Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach erwartet in der kommenden Woche einen Fortschritt von Haris Tabaković, während ein anderer Spieler die Chance erhält, in einer neuen Rolle zu glänzen.
Mönchengladbach – Nach seinem schnellen Wechsel im Juli feierte Haris Tabaković einen vielversprechenden Start bei Borussia Mönchengladbach. Im Testspiel gegen Metalist Charkiw erzielte der Stürmer sein erstes Tor und hinterließ auch in den folgenden Partien einen positiven Eindruck. Mit dem Beginn der Pflichtspiele zeigte er jedoch eine andere Leistung.
Sowohl im DFB-Pokalspiel gegen Atlas Delmenhorst als auch beim Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV blieb Tabaković hinter den Erwartungen zurück. Ein Infekt setzte ihn zudem für das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am zweiten Spieltag außer Gefecht. Umso wichtiger war das Testspiel gegen Schalke 04 am vergangenen Freitag, doch auch gegen den Zweitligisten konnte Tabaković nicht überzeugen.
„Ich glaube, Haris ist sich bewusst, dass er kein gutes Spiel gemacht hat. Seine Ablagen waren sehr ungenau“, urteilte Trainer Seoane nach dem Abpfiff der Partie, die Gladbach mit 2:0 gewann, dank der Tore von Luca Netz und Franck Honorat. Tabaković hatte es „gegen einen robusten Innenverteidiger, der ihn stark bearbeitet hat, nicht geschafft, die Bälle gut abzulegen“, so der Coach.
Dennoch nahm Seoane die Leihgabe von der TSG Hoffenheim in Schutz. Nach seinem Infekt konnte Tabaković erst am Dienstag wieder ins Training einsteigen: „Er ist ein wenig aus dem Rhythmus gekommen. Man sieht, wie schnell das bei einem Profi passieren kann, was er in den Testspielen gut gemacht hat, wenn er drei Tage krank war und im Training nicht die gleiche Verfassung hatte.“
Trotzdem steht in der kommenden Woche viel Arbeit für Tabaković an, um seine Stärken in der Bundesliga zur Geltung zu bringen. „Wir werden die Zeit gut nutzen, um Haris in die Abläufe zu integrieren. Er ist manchmal zu früh entgegengekommen und hat zu wenig Raum gelassen. Das ist ein wichtiges Thema“, erklärte Seoane.
Positiver hingegen war der Eindruck von Oscar Fraulo. Der zentrale Mittelfeldspieler, der ursprünglich verliehen werden sollte, spielte gegen Schalke als Rechtsverteidiger. Seine frühe Einwechslung für Joe Scally war keine Notlösung, sondern eine bewusste Entscheidung des Trainerstabs, wie Seoane nach der Partie erläuterte.
„Im zentralen Mittelfeld haben wir die Positionen anders aufgeteilt, weshalb die Idee entstand, Oscar rechts spielen zu lassen. Er bringt physisch viel mit“, erklärte der Coach und betonte: „In der zweiten Halbzeit hat er es viel besser gemacht als in der ersten und sich offensiv gut eingebracht.“
Mit Fraulo und Jens Castrop stehen zwei Mittelfeldspieler für die Position des Rechtsverteidigers zur Verfügung. Dies könnte dazu führen, dass Borussia in solchen Partien Fraulo oder Castrop von der Außenbahn ins Zentrum zieht. „Es kann eine Option für uns sein, Oscar auch dort auszubilden“, sagte Seoane. „Er bringt viele physische Qualitäten mit, insbesondere in Bezug auf Dynamik.“