Holger Seitz als möglicher Nachfolger in Unterhaching
Holger Seitz hat nach der vergangenen Regionalliga-Saison als Trainer der Bayern-Amateure seine Tätigkeit beendet. Nun könnte der 51-Jährige in Unterhaching eine neue Herausforderung finden.
München – In Bayern dreht sich das Trainerkarussell besonders schnell. Nachdem Sven Bender in der vergangenen Woche bei der SpVgg Unterhaching zurückgetreten ist, wird nun Holger Seitz als möglicher Nachfolger gehandelt. Nach über einem Jahrzehnt am Campus des FC Bayern, wo er zunächst die Junioren und später die Amateure in insgesamt 189 Spielen betreute, könnte der Wechsel in die Vorstadt bevorstehen.
Seitz' Ära bei Bayern ist nun vorbei, und die Verantwortlichen setzen große Hoffnungen auf den ehemaligen Profi Dante, der neue Impulse bringen soll. Der Start in die neue Saison verlief jedoch holprig, mit drei Testspielniederlagen gegen Wacker Innsbruck (1:4), Legia Warschau (0:2) und die Stuttgarter Kickers (0:4). Seitz wurde von den Fans der Amateure mit einer Choreografie verabschiedet, die ihn emotional überwältigte. Dennoch stand er zuletzt in der Kritik, da die Spielweise nicht mehr den Erwartungen entsprach.
Trotz der Herausforderungen haben die Bayern-Bosse versucht, eine passende Position für den langjährigen Mitarbeiter zu finden. Eine Übernahme der Global Academy, die bisher von Klaus Augenthaler geleitet wurde, war im Gespräch, ebenso wie eine Rolle als Übergangstrainer für Talente. Später deutete sich jedoch an, dass Seitz den Verein vollständig verlassen könnte. „Für mich war nie entscheidend, welche Aufgabe ich hier habe. Wichtig war immer nur, für wen ich sie machen darf“, sagte Seitz nach seinem letzten Spiel für die zweite Mannschaft.
Der 51-Jährige brennt für den Fußball und legt großen Wert auf Kampfgeist und Mentalität. Diese Eigenschaften könnten ihn zu einer idealen Wahl für Unterhaching machen.
Präsident Manni Schwabl hat für die kommende Saison einen Konsolidierungskurs angekündigt. Nach dem Abgang wichtiger Spieler wie Simon Skarlatidis muss nun mehr denn je auf das eigene Nachwuchsleistungszentrum gesetzt werden. Der Aufstieg in die 3. Liga ist vorerst kein Thema.