HSV trifft im DFB-Pokal auf Holstein Kiel
Nach der enttäuschenden 1:4-Niederlage gegen den 1. FC Köln geriet die DFB-Pokalauslosung am Sonntagabend in den Hintergrund. Dennoch gab es für einen Spieler des Hamburger SV Grund zur Freude.
Die Stimmung beim Hamburger SV war nach der klaren Niederlage alles andere als euphorisch. Dennoch brachte die Auslosung des DFB-Pokals eine positive Nachricht: Im Achtelfinale wird der HSV Anfang Dezember wieder im heimischen Volksparkstadion antreten, und der Gegner ist Holstein Kiel. Doch die Freude darüber hielt sich in Grenzen.
Der Frust über die Niederlage in der Liga saß zu tief, um die Vorfreude auf das Pokalspiel spürbar zu steigern. Einzig Nicolai Remberg, der im vergangenen Sommer von Kiel nach Hamburg gewechselt war, konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Ich habe in der Kabine schon gesagt: Wir spielen zu Hause gegen Kiel. Irgendwie wusste ich es“, äußerte der Defensivspieler nach dem Spiel gegen Köln. Das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Teamkollegen wird für ihn ein besonderes Erlebnis sein.
Das Achtelfinale findet am 2. oder 3. Dezember statt, eingebettet zwischen den Bundesliga-Heimspielen gegen den VfB Stuttgart und Werder Bremen. Für den HSV ist es der erste Pokalauftritt im Volkspark seit dem Halbfinale 2022, als sie mit 1:3 gegen den SC Freiburg ausschieden.
Historisch gesehen hat der HSV gegen Kiel eine schwache Bilanz: In der Vergangenheit gelang es dem Klub nie, zu Hause einen Pflichtspielsieg gegen die Störche zu erringen. „Dieses Rad wollen wir jetzt drehen. Es ist an der Zeit“, betonte Remberg entschlossen.
Cheftrainer Merlin Polzin wollte sich hingegen nicht zu sehr mit der kommenden Herausforderung beschäftigen. „Der DFB-Pokal ist für mich im Moment noch extrem weit weg und völlig irrelevant“, stellte er am Sonntagabend klar. „Ich freue mich, dass wir ein Heimspiel haben. Über alles andere sprechen wir später.“ Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Los ist vielversprechend, doch die Freude darüber ist vorerst gedämpft!