Infantino verteidigt Rekord-Ticketpreise für die WM 2026

Infantino verteidigt Rekord-Ticketpreise für die WM 2026

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich entschieden gegen die Kritik an den Rekord-Ticketpreisen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zur Wehr gesetzt und dabei eine provokante Behauptung aufgestellt.

Auf dem World Sports Summit in Dubai verteidigte der 55-Jährige die umstrittene Preispolitik des Weltverbands mit nachdrücklichen Worten. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat bereits auf die Situation reagiert.

„Ohne die FIFA gäbe es in 150 Ländern der Welt keinen Fußball“, erklärte Infantino laut The Athletic. Er argumentierte, dass die hohen Einnahmen aus der Weltmeisterschaft von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Fußballs weltweit seien. „Fußball existiert nur dank der Einnahmen, die wir mit und durch die Weltmeisterschaft generieren“, so seine Verteidigung.

Die Ticketpreise für die WM 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden wird, sind im Vergleich zur WM in Katar erheblich gestiegen und haben heftige Proteste von Fanorganisationen zur Folge gehabt. In Reaktion darauf führte die FIFA eine neue Preiskategorie für „treue Fans“ ein, die jedoch nur für einen kleinen Teil der verfügbaren Tickets gilt.

Deutschland erhält, wie alle anderen Teams, lediglich acht Prozent der Tickets pro Spiel für den Fanblock. Von diesen wenigen Karten fallen nur zehn Prozent in die günstigere Preiskategorie. Für das Spiel gegen Curaçao wären das nur 581 Tickets, gegen die Elfenbeinküste 395 und gegen Ecuador 632 Eintrittskarten.

Trotz der massiven Kritik an den Ticketpreisen scheint das Interesse ungebrochen zu sein: Die FIFA verzeichnete bereits 150 Millionen Ticket-Anfragen aus über 200 Ländern – das ist 30-mal mehr, als verfügbar sind. Mit 48 Teams und 104 Spielen wird dies die größte WM der Geschichte. Ob Infantinos Rechtfertigung die Fans überzeugen kann, bleibt abzuwarten.

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