Kritik an Ticketpreisen vor der WM 2026
Rudi Völler, der Sportdirektor des DFB, blickt mit großer Vorfreude auf die bevorstehende WM 2026. Abseits der sportlichen Aspekte äußert er jedoch auch deutliche Kritik, insbesondere an den hohen Ticketpreisen.
Am 11. Juni wird der Ball endlich rollen. Bei der WM 2026 werden erstmals 48 Mannschaften um den Titel kämpfen. Für das deutsche Team beginnt das Turnier am 14. Juni mit einem Spiel gegen Curacao. Völler, der Weltmeister von 1990, hofft auf einen erfolgreichen Auftakt, hatte jedoch auf der offiziellen Pressekonferenz auch einige kritische Punkte anzusprechen.
Die FIFA sieht sich seit Monaten einer Welle der Kritik ausgesetzt. Präsident Gianni Infantino steht zusätzlich unter Druck durch eine Anzeige von Michel Platini. Die Eintrittspreise sind nicht nur exorbitant hoch, sondern auch die Kosten für Getränke, Hotels und öffentliche Verkehrsmittel in den USA, insbesondere in New York, erreichen Rekordhöhen. Dies stößt auch Völler sauer auf.
„Es gibt keine zwei Meinungen dazu. Das Gesamtpaket aus Flug, Unterkunft und Ticketpreis ist einfach viel zu teuer. Das ist offensichtlich und schwer nachzuvollziehen“, erklärt der 66-Jährige. Er ergänzt: „Die FIFA wird ihre Gründe haben, solche Preise zu verlangen.“
Völler würde gerne versuchen, den deutschen Fans etwas entgegenzukommen. „Aber Sie haben recht, es ist einfach zu viel. Zu teuer. Leider kann man daran jetzt nichts mehr ändern.“ Wer ein Ticket für das Finale in New York erwerben möchte, muss bis zu 11.000 Dollar bezahlen. Zum Vergleich: Vor vier Jahren kostete das teuerste Ticket für das Endspiel lediglich rund 1.600 Dollar.
Zuletzt wurde bekannt, dass es offenbar noch tausende Tickets gibt, obwohl Infantino versichert hatte, dass alle Stadien ausverkauft sein werden. Viele Fans werfen der FIFA vor, die versprochenen Sitzplatzkategorien nicht eingehalten zu haben. In Kombination mit den hohen Kosten wird die sportliche Vorfreude gedämpft. Ob starke Leistungen des deutschen Teams die Begeisterung zurückbringen können, bleibt abzuwarten.