Isak Johannesson: Trainer Kwasniok bleibt optimistisch trotz Herausforderungen beim 1. FC Köln
Isak Johannesson, der als Königstransfer zum 1. FC Köln kam, hat bisher noch keinen nennenswerten Ertrag geliefert. Trainer Lukas Kwasniok glaubt jedoch an den Durchbruch des Spielers und rechnet mit einer baldigen Leistungssteigerung.
Im Sommer wurde Johannesson für stolze 5,5 Millionen Euro verpflichtet, obwohl er zuvor kein einziges Bundesliga-Spiel absolviert hatte. Seine beeindruckenden Statistiken aus der 2. Liga, wo er mit elf Toren und sechs Vorlagen überzeugte, hatten die Verantwortlichen in Köln optimistisch gestimmt.
Nach 14 Spielen ist die Bilanz des Isländers jedoch enttäuschend. Er erzielte lediglich ein Tor, konnte als zentraler Mittelfeldspieler aber keinen Assist verbuchen.
„Er hat in der 2. Liga auch etwas Zeit benötigt, und nun ist es in der Bundesliga ähnlich. Er besitzt Talent und Qualität, aber die Liga ist deutlich anspruchsvoller“, erklärt Kwasniok. Geduld mit seinem „Lieblingsspieler“, wie er Johannesson in einem Interview vor der Saison nannte, war zuletzt gefragt. Nach mehreren Einsätzen ließ Kwasniok ihn in den letzten drei Spielen außen vor.
Für das letzte Spiel des Jahres gegen Union Berlin wird Johannesson jedoch wieder für die Startelf in Betracht gezogen. Kwasniok berichtet, dass der Spieler, der phasenweise überfordert wirkte, wieder auf dem richtigen Weg sei. „Seine mentale Verfassung hat sich verbessert. Er bringt den Willen und die Leidenschaft zum Gewinnen mit und ist bereit, wieder zu spielen“, so der FC-Trainer.
Die Frage bleibt, wo Johannesson am effektivsten eingesetzt werden kann. Bisher agierte er eher defensiv, und es könnte sinnvoll sein, ihn weiter vorne zu positionieren, wo er sich stärker auf die Offensive konzentrieren kann. Kwasniok sagt: „Es gibt viele Ideen. In Düsseldorf hat er seine Tore als nachrückender Spieler erzielt. Er liebt es, sich die Bälle abzuholen und das Spiel aufzubauen.“
In Köln hat Johannesson jedoch noch nicht die richtige Balance gefunden. Seine Offensivaktionen waren bisher wenig erfolgreich, und auch seine Freistöße landeten häufig im Fangzaun. Kwasniok ist jedoch überzeugt, dass sich dies bald ändern wird. „Ich bin sicher, dass er bald die Bälle aus der zweiten Reihe ins Netz befördern wird und nicht mehr ins Fangnetz“, äußerte der Trainer vor dem Jahresabschluss.