Joachim Llambi feiert MSV Duisburgs Sieg und kritisiert 1860 München

Joachim Llambi feiert MSV Duisburgs Sieg und kritisiert 1860 München

Joachim Llambi ist bekannt dafür, auf dem Tanzparkett Punkte zu vergeben. Nach dem Sieg des MSV Duisburg gegen 1860 München war der Zebra-Fan kaum zu bremsen.

München – Wenn Joachim Llambi bei „Let’s Dance“ auf dem Richterstuhl sitzt, zählen Haltung, Eleganz und Ausdruck. Doch wenn das Spiel in der 3. Liga am Wochenende rollt, zählt für ihn nur eines: der MSV Duisburg. Der in Duisburg geborene TV-Star ist ein leidenschaftlicher Anhänger der Zebras und ließ nach dem emotionalen Last-Minute-Heimsieg gegen den TSV 1860 München seine Freude auf Instagram freien Lauf.

Llambi schwärmte von einem Spiel, das alles bot, was gute Unterhaltung benötigt: „Ein Topspiel mit allem drin: Spannung bis zum Schluss und in der Endphase klar der MSV am Drücker“, schrieb er auf Instagram. Die Abwehr der Zebras? „Stand.“ Die Fans? „Die besten der Liga.“ Der Sieg? „Stark und vor allem wichtig.“

Doch Llambi wäre nicht Llambi, wenn er nur loben würde. Zur Gelb-Roten Karte für den 1860-Profi Jacobsen hatte er eine klare Meinung: „Jacobsen war speziell in der zweiten Halbzeit komplett drüber, ständig gemeckert, ständig diskutiert, immer wieder kleine Nickeligkeiten“, urteilte der Juror. „Das Foul, das letztendlich die Gelb-Rote Karte gefüttert hat – das kann man geben. Dann ist es auch dumm von so einem Spieler, so reinzugehen, wenn ich schon eine Karte habe.“ Eine klare Ansage. Die volle Punktzahl (10) erhält Jacobsen wohl nicht.

Richtig in Fahrt kam Llambi beim Thema Kevin Volland. Der 1860-Angreifer hatte sich nach dem Spiel im Interview bei Magenta kritisch über Duisburg geäußert und angedeutet, dass der MSV wohl nicht alle restlichen Spiele gewinnen werde. Für Llambi ein No-Go: „Nachtreten macht man nicht, und schon gar nicht bei einem so erfahrenen Mann.“ Und weiter: „Volland ist ein großartiger Spieler, aber er ist keine 18 mehr – und dann muss er anders reagieren.“ Man könnte meinen, Llambi spräche über einen Tänzer, der nach dem Jury-Urteil mit gesenktem Kopf die Bühne verlässt.

Den härtesten Schwinger kassierte jedoch Trainer Markus Kauczinski. Llambi meinte: „Lassen Sie uns lieber nicht über Markus Kauczinski reden, der wie ein Kasper am Spielfeldrand herumgesprungen ist und verdient die Gelbe Karte für sein Verhalten bekommen hat. Ein Kasper am Spielfeldrand. Bei einem Mann, der bei „Let’s Dance“ auf Stil und Contenance besteht, ist das wohl das härteste Urteil.“

Zum Abschluss zeigte Llambi dann doch seine versöhnliche Seite: „Respekt an beide Fanlager, die fair geblieben sind, so muss es sein.“ Und der Schiedsrichter? „Heute mit einer sehr guten Leistung – das muss mal gesagt werden.“ Punktabzüge gibt es von Llambi also nicht für jeden.

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