1860 München verliert Totopokal-Finale im Elfmeterschießen gegen Würzburg
Würzburg/München – Der TSV 1860 München hat im Totopokal-Finale am Samstag eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Die Mannschaft führte bis zur 91. Minute mit 1:0 gegen die Würzburger Kickers, bevor der ehemalige Löwe Tarsis Bonga den Ausgleich erzielte. In der anschließenden Elfmeterschießen avancierte Johan Hipper, ebenfalls ein ehemaliger Spieler des TSV 1860, zum Helden, indem er einen entscheidenden Schuss von Patrick Hobsch parierte.
Hippers Pendant auf der anderen Seite, Thomas Dähne, konnte im Elfmeterschießen keinen der Würzburger Schüsse abwehren. Nach dem Spiel äußerte Dähne seine Enttäuschung und Frustration: „Es ist eine Mischung aus maßlos enttäuscht und einfach stinksauer. Wir waren heute der Drittligist. Ich finde, das haben wir in der ersten Halbzeit gezeigt. In der zweiten Hälfte war es so, als hätten wir vor der Schlange Angst.“
Wie so oft in dieser Saison gelang es 1860 nicht, über die gesamte Spielzeit konzentriert zu bleiben. In der ersten Halbzeit präsentierte die stark ersatzgeschwächte Mannschaft ihren 5000 mitgereisten Fans ansehnlichen Fußball. Sigurd Haugen, der beste Feldspieler des TSV, vergab zunächst eine große Chance, bevor er nach einer Kombination mit Marvin Rittmüller und Justin Steinkötter per Kopf zum 1:0 abschloss.
Nach der Halbzeit hatte 1860 die Möglichkeit, die Führung auszubauen, doch Steinkötters Schuss wurde auf der Linie geklärt. Die Kickers wurden im weiteren Verlauf mutiger und gefährlicher, während die Löwen an Schwung verloren. Schließlich bestrafte Bonga die passive Spielweise der Münchener mit dem späten Ausgleich in der 91. Minute.
Im Elfmeterschießen verwandelten Haugen und Rittmüller souverän, während Patrick Hobsch und Kilian Jakob ihre Schüsse vergaben. Liam Omore verwandelte den entscheidenden Elfmeter für Würzburg, was den Jubel in Rot auslöste. Diese Niederlage markiert einen Tiefpunkt in einer Saison, die sich für die Löwen wie ein Horrorfilm anfühlte. In fünf Wochen, am 28. Juni, wird Trainer Markus Kauczinski sein Team nach der Sommerpause zum Trainingsauftakt in Giesing versammeln. Die Notwendigkeit eines vollständigen Neuanfangs könnte nicht größer sein.