Johan Bakayoko: Der entscheidende Faktor für RB Leipzig
Johan Bakayokos Tore und seine Aktionen auf dem Flügel sind derzeit entscheidend für den Erfolg von RB Leipzig. Dennoch sieht Ole Werner, der Cheftrainer, noch Verbesserungspotenzial.
Leipzig – Johan Bakayoko hat erneut ein Spiel für RB Leipzig entschieden. Der 22-Jährige, der im Sommer von PSV Eindhoven zu den Sachsen wechselte, sorgt auf der rechten Flügelposition für viel Gefahr. Er erzielte bereits das einzige Tor beim 1:0-Sieg gegen Mainz 05 und wurde auch am fünften Spieltag gegen den VfL Wolfsburg (1:0) zum Man of the Match gekürt. Trotz seiner starken Leistungen betonten Sportchef Marcel Schäfer und Cheftrainer Ole Werner nach dem Spiel, dass der Belgier noch an seiner Entscheidungsfindung arbeiten müsse.
Nach seinem Siegtor zeigte sich Bakayoko glücklich, blieb jedoch bescheiden: „Bei meinem eigenen Spiel geht es nicht um mich, sondern immer um das Team. Ich denke, dass ich noch mehr Tore schießen kann.“ Der Offensivspieler fühlt sich am Cottaweg äußerst wohl: „Seit ich in Leipzig bin, ist es unglaublich. Jeder ist sehr freundlich, und alle, vom Staff bis zu den Spielern, haben eine hohe Qualität, die man auf dem Platz sieht. Wir sind eine Einheit, und das gefällt mir sehr.“
Marcel Schäfer hob nach dem Spiel bei Sky hervor: „Johans große Stärke ist sein linker Fuß. Er zieht nach innen und schließt ab – und ich wünsche mir, dass er das noch viel mehr nutzt. Ich hoffe, er kann diesen Schwung und das Selbstvertrauen aus dem Tor mitnehmen. In Mainz hat er bereits bewiesen, dass er das gut kann, und darauf kann man aufbauen.“ Ein Schwachpunkt im Spiel gegen Wolfsburg war jedoch die inkonsequente Ausführung der Konter über die Flügel, was bereits im Spiel gegen Mainz teilweise der Fall war.
Cheftrainer Ole Werner lobte den Neuzugang nach dem 1:0-Sieg auf der Pressekonferenz: „Wir haben viele Offensivspieler, die den Unterschied machen können, und Baka findet immer besser ins Spiel. Ich glaube, das Tor in Mainz hat ihm gut getan und ihm Selbstvertrauen gegeben.“
Der 37-Jährige sieht jedoch noch Verbesserungspotenzial in der Entscheidungsfindung: „Es gibt Bereiche auf dem Spielfeld, in denen er das Spiel schneller machen kann, insbesondere in Richtung unseres eigenen Tores. Je näher es zum gegnerischen Tor geht, desto wichtiger ist es für einen Offensivspieler mit einem starken linken Fuß, zu erkennen: Wann habe ich die Möglichkeit, nach innen zu ziehen und zu flanken? Wann kann ich direkt abschließen? An dieser Entscheidungsfindung kann er grundsätzlich noch arbeiten. Er ist jedoch auf einem guten Weg und macht derzeit einen entscheidenden Unterschied für uns. Insgesamt haben wir auf den Flügelpositionen einfach eine hohe Qualität.“