José Mourinho erhebt Vorwürfe nach hitzigem Derby zwischen Benfica und Porto
Nach dem spannenden 2:2-Unentschieden zwischen Benfica Lissabon und dem FC Porto erhebt José Mourinho, der Trainer von Benfica, schwerwiegende Vorwürfe. Er spricht von Beleidigungen und verteidigt sich nach der Roten Karte, die ihm während des Spiels gezeigt wurde.
Das Derby zwischen Benfica und Porto gilt in Portugal als eines der intensivsten Duelle, und das bestätigte sich erneut am Sonntag, den 8. März. Nach dem Endstand von 2:2 richtete Mourinho schwere Vorwürfe gegen einen Vertreter der gegnerischen Bank.
Der 63-Jährige berichtete, dass Lucho González, der Co-Trainer von Porto, ihn nach dem Spiel massiv beleidigt habe. „Er hat mich 50 Mal einen Verräter genannt“, erklärte Mourinho. Bereits während der Partie kam es zu hitzigen Szenen, bei denen es auf beiden Seiten zu Wortgefechten und Rudelbildungen kam.
Mourinho selbst stand ebenfalls im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. In der Schlussphase des Spiels erhielt er eine Rote Karte, weil er angeblich einen Ball in Richtung der gegnerischen Ersatzbank geschossen hatte. Mourinho wies diesen Vorwurf jedoch zurück und betonte, dass dies nicht absichtlich geschehen sei.
„Oft schieße ich den Ball in Richtung der Tribüne, damit ein Fan die Möglichkeit bekommt, ihn zu fangen. Ich weiß, dass ich technisch nicht der Beste bin, aber der Ball war für die Tribüne gedacht“, erklärte er. Besonders deutlich reagierte Mourinho auf die Anschuldigungen seines Gegenübers von der Porto-Seite. Auch in der Champions League hatte es kürzlich einen Eklat im Zusammenhang mit Benfica Lissabon gegeben.
„Ich würde gerne wissen, wem gegenüber ich ein Verräter sein soll. Ich war in Porto und habe meine Seele für Porto gegeben. Danach war ich bei Chelsea, Inter Mailand und Real Madrid“, sagte er und fügte hinzu: „Ich habe überall 24 Stunden am Tag alles gegeben. Das nennt man Professionalität“, erklärte Mourinho aufgebracht. Sportlich brachte das 2:2 für die Tabelle keine nennenswerte Veränderung, da der FC Porto trotz des Punktverlustes seine klare Führung an der Spitze der Liga behauptet.