Trauer um ehemaligen Benfica-Profi Manú nach Verkehrsunfall
Der portugiesische Fußball steht in Trauer um Emanuel de Jesus Bonfim Evaristo, besser bekannt als Manú, einen ehemaligen Profi von Benfica Lissabon, der am 11. Juli 2026 bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Sobral de Monte Agraço, im Großraum Lissabon, ums Leben kam. Der gebürtige Setúbaler wurde nur 43 Jahre alt.
Mehrere portugiesische Medien berichteten übereinstimmend über den tragischen Vorfall. Manú, der vor allem als Rechtsaußen bekannt war, hinterlässt eine große Lücke in der portugiesischen Fußballgemeinschaft. Sein erster Profiverein, der FC Alverca, bestätigte den Tod des Spielers offiziell. Auch SL Benfica, der renommierteste Klub seiner Karriere, veröffentlichte eine Kondolenzbekundung. Die Anteilnahme war überwältigend, sogar aus China, wo Manú einst aktiv war, kamen Beileidsbekundungen.
Manú wurde am 28. August 1982 in Setúbal geboren und durchlief die Jugendabteilungen von Vitória Setúbal, bevor er zur Nachwuchsakademie des FC Alverca wechselte. Dort gab er 2001 sein Debüt in der Primeira Liga und konnte sich drei Jahre später für einen Wechsel zu Benfica empfehlen.
Seine Zeit bei Benfica war zunächst von Leihstationen geprägt. Nach seinem Wechsel wurde er nach Italien an Modena FC und anschließend an AC Carpenedolo ausgeliehen. Nach seiner Rückkehr nach Portugal spielte er für Estrela Amadora, wo er in der Saison 2005/06 mit 31 Ligaeinsätzen und sieben Toren seine stärkste Leistung in der obersten portugiesischen Spielklasse zeigte.
Den Höhepunkt seiner Zeit bei Benfica erlebte Manú in der Saison 2006/07, als er in beiden Partien der Champions-League-Qualifikation gegen FK Austria Wien spielte, die Benfica mit einem Gesamtresultat von 4:1 gewann. Zudem war er als Einwechselspieler in der Gruppenphase gegen den FC Kopenhagen aktiv. Im Sommer 2007 folgte eine Leihe zum griechischen Erstligisten AEK Athen.
Ein weiteres Karriere-Highlight erreichte Manú 2010, als er beim polnischen Spitzenklub Legia Warschau unterschrieb. Im Pokalfinale 2010/11 erzielte er den Ausgleich gegen Lech Posen, und Legia gewann schließlich im Elfmeterschießen. In der folgenden Saison konnte er den Titel erneut gewinnen, was seine einzigen beiden Trophäen als Profi bleiben sollten.
Anfang 2012 wagte Manú einen ungewöhnlichen Schritt und wechselte zum chinesischen Erstligisten Beijing Guoan. Seine Zeit in Peking war kurz, und in sieben Ligaspielen erzielte er ein Tor gegen den Rivalen Shanghai Shenhua. Aufgrund taktischer Umstellungen und Formproblemen wurde sein Vertrag nicht verlängert. Noch im selben Jahr kehrte er für Stationen in Zypern und Portugal nach Europa zurück, bevor er mit 36 Jahren seine Spielerkarriere endgültig beendete.
Die Reaktionen auf Manús Tod waren schnell und zeigen, welchen Eindruck er in Europa und Asien hinterlassen hat. Beijing Guoan äußerte sich „zutiefst bestürzt“ und sprach der Familie „aufrichtiges Beileid“ aus. In Portugal zeigten neben Benfica und Alverca auch der Fußballverband der Region Setúbal betroffenheit und veröffentlichte einen Nachruf mit dem Titel: „Der Fußball trauert um Manú.“