Julian Ryerson: Dortmunds Schlüsselspieler und mögliche Wechseloptionen
Die Position des rechten Außenverteidigers ist bei Borussia Dortmund sehr begehrt. Derzeit stellt der Verein mit Julian Ryerson den stärksten Akteur dieser Position in der Bundesliga. Doch wie lange wird er noch im Verein bleiben?
Dortmund – Als Borussia Dortmund im Winter 2023 rund fünf Millionen Euro für Julian Ryerson investierte, gab es im Umfeld des Vereins keine großen Jubelszenen. Der Norweger wurde als solider Arbeiter wahrgenommen, und es gab Zweifel, ob er einen Klub, der um die Meisterschaft mitspielen möchte, tatsächlich verstärken kann.
Sportdirektor Sebastian Kehl erklärte damals: „Vor uns liegen große sportliche Herausforderungen, für die wir defensive Stabilität benötigen. Julian Ryerson ist ein intelligenter und im positiven Sinne sehr aggressiv verteidigender Spieler. Sein Profil, sein Charakter und seine Gier, den Platz unter allen Umständen als Sieger zu verlassen, gefallen uns sehr.“
Die Verpflichtung von Niko Kovač als Trainer hat Ryerson besonders gut getan. Seitdem hat der 28-Jährige 53 Pflichtspiele für die Dortmunder absolviert und sich zum „Flankengott“ des Traditionsvereins entwickelt. Neben zwei Toren hat er insgesamt 18 (!) Vorlagen gegeben. Beim 4:0-Sieg gegen Mainz 05 sammelte er vier Assists und legte auch in der Champions League gegen Atalanta Bergamo (2:0) auf.
Aktuell gilt Ryerson als der beste Rechtsverteidiger der Bundesliga. Kovač lobte: „Julian hat sich in den vergangenen Jahren stetig gesteigert. Jeder Trainer ist dankbar, einen solchen Spieler zu haben, der die Bälle dahinbringt.“ Ryerson ist ein Vollprofi, der viel Zeit mit Yoga verbringt und intensiv an seinem Körper arbeitet. In der Vorbereitung auf die Saison hat sich der Nationalspieler mit einem Personal Trainer in Topform gebracht.
Zusätzlich hat Ryerson an der Qualität seiner Flanken gearbeitet. Während die Präzision zuvor zu wünschen übrig ließ, findet er mittlerweile seine Mitspieler mit punktgenauen Hereingaben. Dies bleibt auch anderen Vereinen nicht verborgen. Trotz eines bis 2028 laufenden Vertrags könnte ein Wechsel nach der Weltmeisterschaft im kommenden Sommer möglich sein.
Insbesondere die Serie A gilt laut Informationen von Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, als attraktives Ziel für den Rechtsfuß. Ein Wechsel in die Premier League könnte sich nur ergeben, wenn ein Topklub auf dieser Position Verletzungsprobleme hat. Gerüchte besagen, dass Newcastle United Interesse zeigen könnte.
Im Falle eines Abgangs scheint die Option Italien jedoch realistischer und möglicherweise verlockender. Ryerson fühlt sich in Dortmund wohl, und ein Verbleib ist keinesfalls ausgeschlossen. Nach insgesamt acht Jahren in Deutschland könnte ein Wechsel in eine andere ausländische Liga kurz vor der 30-Jahre-Marke jedoch eine attraktive Lösung darstellen.