Jürgen Klinsmann äußert sich zur WM 2026 und den Chancen der USA
Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat mit einer gewagten Hypothese zur Weltmeisterschaft 2026 überrascht – er glaubt, dass seine ehemaligen Schützlinge sogar den Titel gewinnen könnten.
Frankfurt – Die Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden wird, rückt näher. Die deutsche Nationalmannschaft zählt bei diesem Turnier zu den erweiterten Favoriten, hinter den absoluten Top-Nationen wie Frankreich, Spanien und Argentinien. Doch laut Klinsmann könnte unter bestimmten Umständen auch ein Außenseiter wie die US-Nationalmannschaft eine Rolle im Titelrennen spielen.
In einem Interview mit Fox Sports äußerte Klinsmann, dass er der US-Auswahl unter der Leitung von Star-Trainer Mauricio Pochettino, der unter anderem bei Chelsea und PSG tätig war, großes Potenzial zuschreibt. Die USA, die Klinsmann von 2011 bis 2016 trainierte, seien heute deutlich weiter entwickelt als vor 20 oder 30 Jahren. „Ist es machbar? Ja, es ist machbar – aber alles muss perfekt laufen“, erklärte Klinsmann.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt für ihn in der Entwicklung einer „außergewöhnlichen Chemie“ im Team. „Sie müssen sich gegenseitig unterstützen, besonders in schwierigen und harten Phasen – und es wird schwierig und hart werden“, so der 61-Jährige. Wenn dies gelingt, könnten die USA „Spiel für Spiel wirklich überraschen“. In der Vorrunde trifft der Co-Gastgeber in Gruppe D auf die Türkei, Paraguay und Australien. Der gesamte WM-Spielplan ist hier einsehbar.
Klinsmann, der mit Deutschland bei der WM 2006 den dritten Platz belegte, erläuterte zudem, welche Eigenschaften eine Siegermannschaft mitbringen muss. „Es erfordert eine unglaublich hohe Fähigkeit zu leiden und schwierige Phasen zu überwinden – insbesondere in der K.-o.-Phase, wenn man alle drei oder vier Tage spielt.“
„Wenn man das Achtel- oder Viertelfinale erreicht, denkt man: Jetzt sind wir wirklich da. Doch dann folgen noch schwierigere Spiele – mit Verlängerung, möglicherweise Elfmeterschießen und all diesen Herausforderungen.“ Durch die Ausweitung der WM auf 48 Teams müssen die Finalisten in diesem Jahr sogar erstmals fünf K.-o.-Spiele bestreiten. Dieser zusätzliche Schritt könnte für die Außenseiter eine große Herausforderung darstellen.