Kevin Diks: Die polyvalente Rolle bei Borussia Mönchengladbach

Kevin Diks: Die polyvalente Rolle bei Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach setzt auf Vielseitigkeit. Bei einem Spieler bleibt jedoch unklar, auf welcher Position er letztlich eingesetzt wird.

Mönchengladbach – Seit Roland Virkus als Sport-Geschäftsführer von Borussia Mönchengladbach tätig ist, verwendet der 58-Jährige regelmäßig bestimmte Schlagwörter. „Entwicklung“ und „Prozess“ sind zwei Begriffe, die in Bezug auf die Mannschaft oft wiederholt werden. Bei einzelnen Spielern wird häufig von Polyvalenz gesprochen, wie auch im Fall von Kevin Diks.

Laut Duden bedeutet Polyvalenz „breit gefächerte Einsatzmöglichkeit“. Im Profifußball bezieht sich der Begriff auf Spieler, die auf mehreren Positionen eingesetzt werden können – eine angesagte Variante des Begriffs Variabilität, die professioneller klingt.

Diese Eigenschaft trifft auf Diks zu. Bereits seit seiner Verpflichtung wissen die Fans, dass er in einer Viererkette alle Positionen besetzen kann. Die entscheidende Frage bleibt jedoch, auf welcher Position er tatsächlich spielen wird. Konstanz ist in einer Viererkette wichtig für die Entwicklung von Spielabläufen.

Seit dem Wechsel von Ko Itakura zu Ajax Amsterdam spielt der indonesische Nationalspieler in der Innenverteidigung. Doch Virkus lässt seine endgültige Rolle im Unklaren.

„Momentan spielt Kevin Innenverteidiger, weil er als erfahrener Spieler besser führen kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass Kevin immer in der Mitte spielen wird“, erklärte Virkus in einer Medienrunde vor dem 2:0-Sieg im Testspiel gegen Schalke 04 am vergangenen Freitag. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass er auch mal rechts spielt.“

Die Antwort auf die Frage nach Diks‘ Rolle bleibt demnach vage. Diks, der bevorzugt in der Innenverteidigung agiert, ist das Sinnbild eines Allrounders. Mal in der Mitte, mal rechts, vielleicht auch mal links – bei Borussia wird es ihm mit dieser Perspektive sicher nicht langweilig.

Dennoch gibt es Anzeichen, dass der indonesische Nationalspieler hauptsächlich als Innenverteidiger eingesetzt wird. Neben der von Virkus betonten Rolle als zukünftiger Führungsspieler wird darauf hingewiesen, dass Jens Castrop als Rechtsverteidiger fungieren kann. Zudem wurde Oscar Fraulo gegen Schalke erfolgreich als Ersatz für Joe Scally getestet, der frühzeitig ausgewechselt werden musste.

„Deshalb ist es wichtig, einen Kader mit vielen polyvalenten Spielern zu haben“, betonte der Sport-Geschäftsführer. Es gilt, Lücken in der Breite durch die Variabilität der vorhandenen Spieler zu schließen. Ein Ersatz für Stefan Lainer wurde nicht verpflichtet, da Borussia Diks, Castrop und perspektivisch vielleicht sogar Fraulo und Niklas Swider in der Hinterhand hat.

Für die Fans ist dies aus einer bestimmten Perspektive eine positive Nachricht. In der vergangenen Saison boten die Startaufstellungen von Trainer Gerardo Seoane wenig Überraschungen; die Elf war mehr oder weniger festgelegt. Neu ist, dass es in der Viererkette nun ein ständiges Rätsel gibt, wer auf welcher Position spielt. Dies steigert zumindest die Spannung.

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