Kevin Diks: Verletzung im DFB-Pokalspiel gegen Atlas Delmenhorst
Kevin Diks' Teilnahme am DFB-Pokalspiel gegen Atlas Delmenhorst endete nach 45 Minuten aufgrund von Verletzungsproblemen. Besteht Grund zur Sorge für Borussia Mönchengladbach?
In Mönchengladbach näherte sich die erste Halbzeit dem Ende, als Diks, der in der Innenverteidigung spielte und zum entscheidenden 3:2-Sieg beitrug, auf dem Boden saß und Schmerzen im hinteren rechten Oberschenkel anzeigte. Nach einer kurzen Behandlungspause war er nicht mehr in der Lage, weiterzuspielen.
Fabio Chiarodia wurde zur zweiten Halbzeit für Diks eingewechselt, der in den letzten Wochen zum Sorgenkind der Fans geworden ist. Während des Trainingslagers erlitt der indonesische Nationalspieler eine Fußprellung, die in den sozialen Medien für viel Gesprächsstoff sorgte.
Vor seinem Wechsel nach Mönchengladbach hatte Diks ebenfalls mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Im April zog er sich eine Oberschenkelverletzung zu und verpasste dadurch einen Großteil der Meisterrunde in der dänischen Superliga mit dem FC Kopenhagen. Sein Comeback feierte er am letzten Spieltag, das er mit einem Tor und dem Gewinn des Meistertitels krönte. Nur wenige Tage später stand er auch im dänischen Pokalfinale auf dem Platz.
„Er wurde in der Kabine noch einmal untersucht, und es sah nicht schlimm aus“, gab Sport-Geschäftsführer Roland Virkus der Rheinischen Post nach dem Spiel Entwarnung. „Wir hoffen, dass er schnell wieder ins Training einsteigen kann und am Wochenende spielt.“ Dennoch bleibt Vorsicht geboten, da Diks vor einigen Jahren aufgrund von Verletzungen bereits an einem vorzeitigen Karriereende dachte.
Trainer Gerardo Seoane bezeichnete die Auswechslung als Vorsichtsmaßnahme. „Er hatte nach wenigen Schritten ein Krampfgefühl, daher haben wir uns entschieden, kein Risiko einzugehen“, erklärte der Cheftrainer. Eine genauere Diagnose wird jedoch erst nach weiteren Untersuchungen erwartet, weshalb Virkus auch andere Optionen in Betracht zieht.
Bereits am Freitag hatte der Sportchef betont, dass Verletzungen auf dem Transfermarkt Handlungsbedarf auslösen könnten. „Der Fall ist noch nicht eingetreten, aber wir müssen vorsichtig damit umgehen“, sagte Virkus am Sonntag und fügte hinzu: „Sollte es zu einem längeren Ausfall kommen, müssen wir entsprechend reagieren.“ Ohne Diks gibt es keinen Ersatz für Joe Scally auf der rechten Abwehrseite, und im Zentrum stehen nur Chiarodia, Nico Elvedi und Marvin Friedrich zur Verfügung. Bei einem längeren Ausfall wäre die Personaldecke zu dünn, um sowohl die Belastung zu steuern als auch auf weitere Verletzungen zu reagieren. Aktuell bleibt jedoch die Hoffnung auf eine schnelle Genesung von Diks.