Kevin Keegan, HSV-Legende und Popstar, verstorben
Kevin Keegan, der für die erfolgreichste Ära des Hamburger SV stand, ist nach einer schweren Krankheit verstorben. Er wurde 75 Jahre alt.
In Deutschland gab es bereits singende Fußballer, die in den Charts vertreten waren, wie Franz Beckenbauer, Gerd Müller und die Kremers-Zwillinge. Doch während deren Musik eher dem Schlager zuzuordnen war, gelang es Kevin Keegan, mit einem internationalen Hit auf sich aufmerksam zu machen. Die britische Band Smokie, bekannt für ihren Song „Living Next Door to Alice“, überließ ihm ein für sie vorgesehenes Lied. Mit dem Disco-Fox „Head over Heels in Love“ stieg Keegan in die Charts ein.
In Deutschland hielt sich der Song 15 Wochen lang in den Top 10, während er in seiner Heimat etwas niedriger platziert war. Die Geschichte des Popstars aus der Bundesliga war perfekt. Keegan, ein Flügelstürmer mit markantem Lockenkopf, war eine Attraktion in England. Er wurde 1977 vom Hamburger SV, damals unter der Leitung von Günter Netzer, aus Liverpool verpflichtet – ein echter Coup.
In den zweiten und dritten Saisons mit Keegan wurde der HSV Meister. Zu den Stars des Teams zählten Manni „Bananenflanke“ Kaltz und das Kopfballungeheuer Horst Hrubesch. Keegan wurde 1978 und 1979 mit dem Ballon d'Or ausgezeichnet, der damals für den besten europäischen Spieler vergeben wurde. Zudem landete er 1979 einen der Sommerhits.
Obwohl Keegan nicht die beste Phase des englischen Fußballs erlebte, war er dennoch äußerst populär, auch während seiner weniger erfolgreichen Trainerkarriere, die ihn zu Nationalteam, Newcastle und Manchester City führte. Anfang des Jahres 2026 gab er öffentlich bekannt, dass er an Krebs erkrankt sei, der bereits weit fortgeschritten war. Nun ist er von uns gegangen.