Kevin und Ben teilen ihre WM-Planung in den USA

Kevin und Ben teilen ihre WM-Planung in den USA

Kevin und Ben aus Gelsenkirchen haben Tickets für die Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft und gewähren Einblicke in ihre Reiseplanung.

Houston – Wenn man Kevin und Ben, die in ihren DFB-Trikots vor einer Kneipe sitzen, sagt, man komme aus München, fragen sie sofort: „München rot oder München blau?“ So denkt man in Fußballkreisen. Beide sind leidenschaftliche Schalker, die Königsblauen. In der deutschen Mannschaft sind auch einige ehemalige Schalker vertreten, darunter Manuel Neuer, Leon Goretzka, Leroy Sané, Malick Thiaw und Assan Ouédraogo.

Kevin und Ben berichten von ihrer WM-Planung: Sie haben sich für die Vorrunde entschieden, die insgesamt 16 Tage dauert und 2400 Euro kostet – inklusive Flügen, Tickets und Übernachtungen. Bisher haben sie nur Tickets für die deutschen Spiele, planen aber, auch weitere Matches in New York und Boston zu besuchen. Ob das klappt, bleibt abzuwarten.

Für das Spiel gegen Curaçao hatten sie zwei Tickets der 60-Dollar-Kategorie. Ein dritter Freund von ihnen hatte ein Ticket für 180 Euro ergattert, stellte sich dann aber lieber zu ihnen, da die Amerikaner Probleme mit der freien Platzwahl hatten, wie sie es von Schalke gewohnt sind. So ergab sich ein Durchschnittspreis von 100 Dollar pro Ticket.

Von Dallas reisten sie mit einem Greyhound-Bus nach Houston („Das war wirklich eine Sozialtour“), bevor es weiter nach Las Vegas ging. Dort gibt es zwar kein WM-Stadion, aber der Flug für 60 Dollar und drei Nächte zu je 80 Dollar waren günstiger, als direkt nach Toronto zu fliegen, wo Deutschland am Samstag auf die Elfenbeinküste trifft. Von Las Vegas fliegen die Schalker erneut für 60 Dollar nach Toronto.

Sie betrachten die Reise als Erlebnis und nehmen es gelassen hin, dass Houston an einem Sonntag nicht gerade aufregend war. Ben merkt an: „Wenn man in die USA reist, besucht man normalerweise New York, Las Vegas und vielleicht noch Los Angeles und San Francisco, aber nichts dazwischen.“ Ein deutscher Tourist würde Houston wahrscheinlich nie besuchen. Doch Ben und Kevin waren da – die WM hat es möglich gemacht. „Vielleicht“, sagt Kevin, „kommen wir zum Finale nochmals.“

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