Kölns Trainer Kwasniok nimmt Änderungen nach Niederlage vor
Der Spruch „Never change a winning team“ scheint für Kölns Trainer Lukas Kwasniok (44) keine Bedeutung zu haben. Nach dem 2:1-Sieg gegen Mainz brachte er bei der Partie gegen den SC Freiburg fünf Änderungen in der Startformation des 1. FC Kölns.
Für Simpson-Pusey, Özkacar, Martel, Johannesson und El Mala rückten Krauß, van den Berg, Lund, Thielmann und Ache in die Anfangsformation. Viele Fans äußerten auf sozialen Netzwerken ihr Unverständnis über die 1:2-Niederlage in Freiburg und kommentierten: „Kwasnioks Aufstellungs-Bingo die X-te…“ oder „Der Coach muss sich mal wieder fragen, was das sollte.“
Kwasniok zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft einverstanden, merkte jedoch an, dass bei den Gegentoren falsche Entscheidungen getroffen wurden und es im Angriff an Glück fehlte. Positiv hervorzuheben ist, dass er erstmals das Duo Marius Bülter und Ragnar Ache im Sturm durchspielen ließ.
Beide Spieler zeigten eine starke Leistung: Ache lief 10,38 Kilometer, köpfte, bereitete Bälle vor und hatte insgesamt vier Torschüsse sowie eine Torschussvorlage. Bülter übertraf ihn mit 11,09 Kilometern, fünf Schüssen aufs Tor und drei Torschussvorlagen.
Kwasniok äußerte sich zufrieden über die beiden Stürmer und erklärte, warum er sie nicht häufiger eingesetzt hatte: „Die Kombination Bülter und Ache ist gut. Sie profitieren gegenseitig voneinander. Aber ich habe das ja schon mehrfach gesagt, wir Trainer machen nicht alles richtig, aber doof sind wir nicht. Hätten sie mir früher zur Verfügung gestanden, hätte ich sie öfter eingesetzt.“
In den vergangenen Monaten war es laut Kwasniok oft so, dass beide Spieler nicht zu 100% fit waren: „Oft war nicht einmal einer von beiden in der Lage, 90 Minuten zu spielen.“ Doch die Angreifer haben hart im Training gearbeitet und sind mittlerweile wieder voll einsatzfähig.
Kwasniok hofft, dass sich der Aufwand der Spieler künftig auch in Toren niederschlägt: „In Freiburg konnte ich beide auf dem Feld lassen und hatte das Gefühl, dass jederzeit etwas passieren kann. Ich freue mich, dass sie mir zur Verfügung stehen. Noch mehr würde ich mich freuen, wenn sie auch treffen. Das steigert das Selbstbewusstsein eines Stürmers natürlich.“