Kritik an der Vertragsverlängerung von Niko Kovac
BVB-Sportchef Lars Ricken äußert sich überrascht über die Kritik an der frühzeitigen Vertragsverlängerung von Trainer Niko Kovac.
Dortmund – Niko Kovac sorgt weiterhin für positive Impulse beim BVB und genießt das volle Vertrauen der Vereinsführung. Dennoch zeigt sich Sportchef Lars Ricken erstaunt über die öffentliche Diskussion rund um die vorzeitige Verlängerung seines Vertrages. Er kann die Kritik, dass die Entscheidung zu früh gefallen sei, nicht nachvollziehen.
„Das war ja schon kurios. Zuerst wurde ich dafür kritisiert, dass ich ihn überhaupt verpflichtet habe. Nachdem er uns sensationell in die Champions League geführt hat, ging es auf einmal nicht schnell genug, dass ich den Vertrag mit ihm verlängere. Und nun wird gesagt, es sei zu früh gewesen“, erklärte Ricken in der Sport Bild.
Kovac hatte Anfang Februar den entlassenen Nuri Şahin abgelöst und zunächst einen Vertrag bis 2026 erhalten. Ende August verlängerte der BVB den Vertrag des Trainers vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2027. Für Ricken war dies ein logischer Schritt: „Für mich war einfach wichtig, dass wir Klarheit haben. Ich möchte nicht ständig gefragt werden: Was ist denn jetzt mit Nikos Vertrag?! Und er hat es sich einfach auch verdient. Man muss einfach sagen: Niko liefert ab.“
Unter Niko Kovac hat Dortmund sportlich wieder Fahrt aufgenommen. Nach einem starken Endspurt in der vergangenen Saison sicherte sich der Klub noch die Champions-League-Qualifikation. Auch in der laufenden Spielzeit ist der BVB bislang ungeschlagen, steht in der Bundesliga auf Platz zwei, hat in der Königsklasse vier Punkte aus zwei Spielen geholt und steht im DFB-Pokal in Runde zwei.
Vor dem Bundesliga-Topspiel am Samstag gegen Tabellenführer Bayern München sprach Lars Ricken zudem über das Verhältnis zwischen beiden Vereinen. In der vergangenen Saison hatte er den Eindruck, dass der Rekordmeister den BVB nicht mehr als echten Rivalen wahrgenommen habe. „Das waren sehr launige Runden, was aber auch daran lag, dass die Bayern uns aufgrund unseres Abschneidens in der vergangenen Saison nicht als Rivalen wahrgenommen haben. Die Reibereien müssen wir uns wieder verdienen“, erklärte er.