Kritik an Kimmichs Spielweise: Helmer warnt vor Herausforderungen in den kommenden WM-Spielen

Kritik an Kimmichs Spielweise: Helmer warnt vor Herausforderungen in den kommenden WM-Spielen

Thomas Helmer hat die Spielweise von DFB-Kapitän Joshua Kimmich in einem Interview mit dem Nachrichtenportal Web.de kritisiert. Der 61-Jährige äußerte Bedenken hinsichtlich der bevorstehenden WM-Spiele.

Deutschland startete furios in die WM 2026 und gewann sein Auftaktspiel in der klimatisierten Arena von Houston gegen Curaçao mit 7:1. Trotz des deutlichen Ergebnisses warnt der Europameister von 1996, dass das DFB-Team in den letzten beiden Gruppenspielen gegen die Elfenbeinküste und Ecuador vor größeren Herausforderungen stehen könnte.

Helmer identifiziert insbesondere die rechte Defensivseite der deutschen Nationalmannschaft als potenzielles Problem. Er bemerkt, dass Kimmich beim FC Bayern als zentraler Mittelfeldspieler agiert und nicht als Rechtsverteidiger, was seit Jahren zu Diskussionen beim DFB führt.

„Kimmich zieht häufig ins Zentrum und möchte dort das Spiel gestalten, was er grundsätzlich gut kann. Allerdings kann dies gegen stärkere Gegner problematisch werden, wenn die rechte Seite nicht konsequent besetzt bleibt“, erklärt Helmer. „Er neigt dazu, als zusätzlicher Spielmacher zu agieren.“

Während diese Spielweise gegen schwächere Gegner wie Curaçao funktioniert, müsse Kimmich gegen stärkere Teams, wie die Elfenbeinküste, die Balance besser halten und seine Position klarer ausfüllen. Dies wird sich bereits am Samstag um 22 Uhr zeigen, wenn das DFB-Team auf die Elfenbeinküste trifft, die mit Bundesliga-Talenten wie Yan Diomande und Bazoumana Toure sowie Manchester Uniteds Amad Diallo antritt.

Trotz seiner Kritik gibt Helmer auch positive Rückmeldungen zu den Spielern Nathaniel Brown und Felix Nmecha, die in der Partie gegen Curaçao überzeugten und jeweils ein Tor erzielten. „In Deutschland kann man mit dem WM-Auftakt durchaus zufrieden sein, insbesondere im Vergleich zu anderen großen Fußball-Nationen“, so Helmer.

„Wenn man sich anschaut, wie viele andere Teams am ersten Spieltag Schwierigkeiten hatten, war das von der deutschen Mannschaft sehr souverän gelöst. Man darf den Gegner dabei natürlich nicht überbewerten, aber für den Auftakt war das eine gute Leistung“, resümiert Helmer.

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