Leihspieler von Borussia Mönchengladbach: Eine durchwachsene Zwischenbilanz

Leihspieler von Borussia Mönchengladbach: Eine durchwachsene Zwischenbilanz

Borussia Mönchengladbach hat im Sommer drei Spieler verliehen. Die aktuelle Zwischenbilanz im November spricht eine deutliche Sprache.

Mönchengladbach – Borussia Mönchengladbach hatte einen holprigen Saisonstart und konnte erst vor der Länderspielpause im November die ersten beiden Bundesliga-Siege feiern. Dies haben nicht alle Spieler mitbekommen. Als Tomáš Čvančara, Noah Pesch und Shio Fukuda verliehen wurden, waren Gerardo Seoane als Trainer und Roland Virkus als Sportchef im Amt. Die Zuversicht während der Vorbereitung war groß.

Im November hat Eugen Polanski die Trainerposition übernommen, und Rouven Schröder ist neuer Sportchef. Das Duo strebt an, Gladbach ins gesicherte Mittelfeld zu führen und das Potenzial der Mannschaft schrittweise auszuschöpfen. Polanski kann bald auf Robin Hack, Tim Kleindienst und Nathan Ngoumou zurückgreifen, die seit Wochen beziehungsweise Monaten verletzt sind. Angesichts des wachsenden Konkurrenzkampfes ist es jedoch fraglich, wie oft die Leihspieler zum Einsatz kommen werden.

Dennoch wird Borussia ein Auge auf Čvančara, Pesch und Fukuda haben, die voraussichtlich am 1. Juli 2026 wieder am Niederrhein spielen werden. Ob sich ihre Chancen auf regelmäßige Einsätze bis dahin signifikant verbessern, bleibt abzuwarten. Das erste Zwischenfazit löst jedenfalls nur begrenzte Euphorie aus.

Čvančara wollte in der Türkei bei Antalyaspor einen Neuanfang wagen, um sich für einen Platz in der Gladbacher Offensive zu empfehlen. Nach elf Pflichtspieleinsätzen und 612 Minuten Spielzeit stehen jedoch nur zwei Tore zu Buche. Am 3. Oktober konnte der Tscheche bei der 2:5-Niederlage in der Süper Lig gegen Rizespor erstmals jubeln. Am 29. Oktober erzielte er beim 3:0-Sieg im türkischen Pokal gegen Bursaspor ein Tor und bereitete ein weiteres vor.

Insgesamt stand Čvančara fünfmal in der Startelf, doch um in Gladbach auf sich aufmerksam zu machen, bedarf es mehr. Bei Borussia warten alle auf Kleindienst, der mit sechs Bundesligatoren in neun Spielen auf sich aufmerksam machte. Wie wird es für den verliehenen Angreifer weitergehen, der 2023 für 10,5 Millionen Euro verpflichtet wurde, angesichts dieser Entwicklung?

Ähnlich ergeht es Pesch und Fukuda. Pesch spielt die Saison beim 1. FC Magdeburg, der sich nach dem Abgang von Christian Titz zu Hannover 96 neu orientieren muss und damit sichtbar Schwierigkeiten hat. Der FCM ist mit sieben Punkten aus zwölf Spielen das Schlusslicht der 2. Bundesliga, Pesch sammelte bisher nur 29 Minuten Spielzeit und erzielte am 31. August sein bislang einziges Tor.

Der Karlsruher SC bietet Fukuda ein stabileres Umfeld, doch auch der japanische Stürmer hat Anlaufschwierigkeiten in der 2. Bundesliga. Immerhin hat er es auf 118 Spielminuten gebracht, doch im Liga-Alltag verbrachte Fukuda den gesamten Oktober auf der Bank. Seit seinem letzten Einsatz im Pokalspiel gegen Gladbach hat er wettbewerbsübergreifend 64 Pflichtspielminuten in drei Partien gesammelt.

Die Leihe nach Karlsruhe hat in Teilen des Fan-Umfelds Unmut ausgelöst, doch dass es für Fukuda noch nicht für die Bundesliga reicht, wird angesichts der geringen Spielpraxis in der 2. Bundesliga deutlich. Hinter Kleindienst, Tabaković und Shuto Machino hätte es kaum Chancen auf Einsätze gegeben. Sollte es bis Saisonende keine grundlegende Trendwende geben, dürfte sich an dieser Situation wenig ändern.

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