Leon Goretzka und die enttäuschende WM: Ein Blick hinter die Kulissen

Leon Goretzka und die enttäuschende WM: Ein Blick hinter die Kulissen

Leon Goretzka spielte bei der Weltmeisterschaft 2023 keine bedeutende Rolle im DFB-Team, was offenbar zu großer Frustration beim ehemaligen Bayern-Star führte.

Insgesamt kam Goretzka in der Vorrunde nur auf 17 Spielminuten gegen Curacao, lediglich fünf Minuten gegen die Elfenbeinküste und 74 Minuten beim enttäuschenden Ausscheiden gegen Paraguay. Er erzielte kein Tor, gab keine Vorlage und zeigte beim entscheidenden Elfmeterschießen im Sechzehntelfinale ein unrühmliches Verhalten.

Obwohl er auf dem Platz keine Akzente setzen konnte, scheint auch sein Auftreten neben dem Spielfeld nicht optimal gewesen zu sein. Ein brisanter Bericht der Sport Bild, der einige Wochen nach dem WM-Aus veröffentlicht wurde, wirft ein negatives Licht auf das Innenleben der DFB-Elf während des Turniers, wobei Goretzka im Fokus steht.

Im März hatte Julian Nagelsmann in einem Interview mit dem kicker angedeutet, dass Goretzka bei der WM eine zentrale Rolle spielen könnte, ähnlich wie in der Qualifikation, wo er in fünf von sechs Spielen in der Startelf stand. Doch während der WM wurde Goretzka auf die Bank verbannt, während Felix Nmecha, der besonders im Auftaktspiel gegen Curacao überzeugte, seinen Platz im Mittelfeld einnahm.

Diese plötzliche Degradierung scheint Goretzka stark belastet zu haben. Laut Sport Bild, unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der Mannschaft, soll er sich zunehmend von der Gruppe zurückgezogen, viel Zeit allein verbracht und häufig schlechte Laune gezeigt haben.

Besonders auffällig war Goretzkas Verhalten beim entscheidenden Elfmeterschießen gegen Paraguay. Im Stadion und in den TV-Bildern war zu sehen, wie DFB-Kapitän Joshua Kimmich nach weiteren Schützen suchte und Goretzka ansprach, der jedoch wegduckte. Der Rest ist bekannt.

Weltmeister Lothar Matthäus sieht die Verantwortung jedoch vor allem bei dem mittlerweile zurückgetretenen Nagelsmann. „Es tut mir leid für Leon, dass er das Gefühl hatte, zur WM zu fahren und gesetzt zu sein auf der Doppel-Sechs, und dann spielte er letztlich nicht einmal die zweite, sondern eher die dritte Rolle“, erklärte Matthäus im Bild-Format „Lothar legt los“. „Das ist ein Spiegelbild der Mannschaftsführung von Julian Nagelsmann.“

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